Summer Open Air ist leiser geworden

Summer Open Air ist leiser geworden

Die Veranstalter der Summer Open Airs im Völklinger Schillerpark haben am Montag auf die Anwohner-Kritik reagiert und die Lautstärke vermindert. Das Publikum ist dafür näher an der Bühne. Die Stimmung litt trotzdem.

Pünktlich um 22 Uhr haben Instrumente und Stimmen der Band JR and the Screamers bei ihrem Auftritt beim Summer-Open-Air im Schillerpark geschwiegen. Mit dem Titel "Purple rain" hatten sie Minuten zuvor den Konzertabend beendet, den einige Schauer im Vorfeld des Auftrittes ziemlich ungemütlich hatten werden lassen. Nicht nur aus diesem Grund war es am Montagabend ziemlich kühl. Denn die Organisatoren Christoph Gottschalk und Jürgen Rath vollbringen derzeit wöchentlich einen schwierigen Spagat. Mit Fingerspitzengefühl versuchen sie, die Interessen der Konzertbesucher, der Musiker und der Anwohner auszubalancieren. Dieses Mal mit etwas leiserer Rockmusik als zuletzt. Also mussten die Zuschauer ziemlich nahe an die Konzertmuschel heranrücken. Trotzdem wollten die toll von Gitarrist Jürgen Rath, Bassist und Sänger "Gulli" Rudi Spiller, Schlagzeuger Roman Grzyb und Gastmusiker Christoph Kaspari am Keyboard interpretierten Rocksongs kaum unter die Haut gehen, weil auch die Basstöne sehr fein dosiert waren. Die Fans der Band machten das Beste daraus und sangen mit zu Deep Purples "Perfect strangers", "Miss you" von den Stones und "Black night" von Black Sabbath. Zugaben mussten aber auch beim relativ leisen Konzert im Schillerpark sein, und dabei bot Gulli an, Musikwünsche zu erfüllen. Wohl wissend, dass das auf zwei Titel hinaus laufen würde, die meistens am Ende der Screamers-Auftritte stehen: "Walking by myself" vom verstorbenen Gary Moore und die anfangs genannte Hymne von Prince.

Nur noch drei Konzerte stehen in dieser Summer-Open-Air-Saison noch an. Deshalb dürfte sich an der Situation zwischen Musikgenuss und Anwohnerrechte kaum noch etwas ändern. Ein Ansatz muss noch gefunden werden.

Kommenden Montag spielt die Band Past 2 Present Covermusik aus der Zeit seit 1970. Los geht's um 20 Uhr, Eintritt frei, Hutsammlung.