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Wochen Kolumne
Jahresrest versüßt

FOTO: SZ / Robby Lorenz
Wenn der, vom Kulinarischen her betrachtet, üppige Wendelsmarkt erst mal vorbei ist, ist nach St. Wendeler Zeitrechnung eigentlich nichts mehr am Jahr dran, ist es quasi vorbei. Der trübe November und die Adventszeit sind für viele eine Zeit des Darbens, ja, waren in früheren Zeiten gar eine Art Fastenzeit. Von Hannelore Hempel

Sie wird – von der Genussseite aus betrachtet – allerhöchstens mit Martinsgans und Plätzchenvorkosten überbrückt. Nächste in dieser Hinsicht erwähnenswerte Termine sind Weihnachten und Silvester. Doch nein – da ist doch noch Halloween „zwischengeschaltet“ und bringt unerwartet süße Versuchungen mit. Zu Halloween, das seit einiger Zeit im St. Wendeler Land und überall intensiv gefeiert wird, gehört ja auch, dass Mädchen und Jungen verkleidet von Haus zu Haus gehen, um nach Süßem zu verlangen. Um nicht in enttäuschte kleine Gesichter blicken zu müssen, sorgen klug geführte Haushalte daher vor und bereiten Tüten mit eben solchem Naschwerk zum Verteilen vor. Doch dieses Jahr war die Laufbereitschaft der Gespenster und Zombies nicht so groß wie erwartet. Einige Tüten mit Riegeln, Bonbons und Zuckergummi liegen jetzt noch rum und warten auf Naschkatzen und Leckermäuler. Das Angebot an die Kollegen wird dankend abgelehnt. Selber wagt man sich ja auch nicht ran, wegen der vielen Kalorien. Doch was soll’s? Einfach hingelegt und gewartet. Die dunkle Jahreszeit und kühl-feuchte Witterung lassen den Süßigkeitenberg irgendwann (so im Vorbeigehen und trotz der guten Vorsätze) ganz von „alleine“ schmelzen.