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Wildschwein-Rotten beunruhigen Jäger in Hoof

Hoof. 19 Jagdgenossen, die eine Gesamtfläche von 272 Hektar jagdbares Land vertreten, besuchten die Jagdgenossenschaftsversammlung in der Fischerhütte des Angelsportvereins Hoof. Die Gemarkung Hoof ist 495 Hektar groß, davon gehören nach dem neuen Jagdkataster 125 Hektar der Stadt St. Wendel. Jagdvorsteher Gerd Kraushaar berichtete über das Geschäftsjahr 2008. Gemeinsam mit der Stadt St

Hoof. 19 Jagdgenossen, die eine Gesamtfläche von 272 Hektar jagdbares Land vertreten, besuchten die Jagdgenossenschaftsversammlung in der Fischerhütte des Angelsportvereins Hoof. Die Gemarkung Hoof ist 495 Hektar groß, davon gehören nach dem neuen Jagdkataster 125 Hektar der Stadt St. Wendel. Jagdvorsteher Gerd Kraushaar berichtete über das Geschäftsjahr 2008. Gemeinsam mit der Stadt St. Wendel und den Hoofer Landwirten fand eine Freischneideaktion entlang von Feldwirtschaftswegen statt. Von der Stadt saniert wurde der Weg zum Rödelwald. Für dieses Jahr ist der Ausbau des etwa 120 Meter langen Weges in der Feldwies von der Kurve bis zur Leitersweiler Grenze eingeplant. Dafür sollen etwa 2000 Euro von der Jagdgenossenschaft investiert werden. Bernd Jung, seit 1986 Jagdpächter in Hoof, gab Auskunft über die Situation des Wildbestandes auf der Hoofer Gemarkung. Ein großes Problem sei auch hier der starke Anstieg des Schwarzwildbestandes, wodurch beträchtlicher Wildschaden angerichtet worden sei. Die Population der Wildschweine habe sich enorm vergrößert. Jung sprach von abendlichen Rotten von 30 bis 50 Wildsauen im Remmeswald, im Hirschacker und im Hasenwald, was er vorher in dieser Größenordnung noch nie festgestellt habe. So habe sich dementsprechend auch der Abschuss von Wildschweinen fast verdoppelt. Auch in diesem Frühjahr soll der Riesenbärenklaubestand bekämpft werden. Zusammen mit dem Ortsrat und dem Verein für Dorfentwicklung Hoof wird sich die Jagdgenossenschaft an der Bekämpfung beteiligen und unterstützt die Aktion mit 500 Euro. Jagdpächter Bernd Jung erhielt aus der Hand von Jagdvorsteher Gerd Kraushaar gleich zwei Auszeichnungen, die Ehrenurkunde in Anerkennung langjähriger Zugehörigkeit zur jagdlichen Organisation und die Treuenadel des Deutschen Jagdschutz-Verbandes für eine 40-jährige Mitgliedschaft von der Vereinigung der Jäger des Saarlandes. kp


Auf einen BlickDer Vorstand: Jagdvorsteher ist Gerd Kraushaar, sein Stellvertreter ist Bernd Kunz. Zum Genossenschaftsausschuss gehören Rudi Ziegler, Klaus Hinkelmann und Gerald Koch. Stellvertreter sind Gernot Müller, Bernd Jung und Dirk Kunz. Jagdpächter sind Bernd Jung und Michael Schneider. kp