| 20:47 Uhr

Energie
Wenn das Hausdach zum Kraftwerk für Sonnenenergie wird

Ein Facharbeiter montiert großflächig Photovoltaik-Module auf ein Dach. Diese werden später für einen Großteil der Energieversorgung des Hauses verantwortlich sein.
Ein Facharbeiter montiert großflächig Photovoltaik-Module auf ein Dach. Diese werden später für einen Großteil der Energieversorgung des Hauses verantwortlich sein. FOTO: picture alliance / dpa / Marc M¸ller
St. Wendel/Tholey. Photovoltaikanlagen wandeln Sonnenlicht in Strom um. Durch die hohen Einspeisevergütungen waren sie viele Jahre wirtschaftlich zu betreiben. Nachdem die Vergütungssätze stark reduziert wurden, ist die Zahl der neu installierten Anlagen zurückgegangen.

Photovoltaikanlagen wandeln Sonnenlicht in Strom um. Durch die hohen Einspeisevergütungen waren sie viele Jahre wirtschaftlich zu betreiben. Nachdem die Vergütungssätze stark reduziert wurden, ist die Zahl der neu installierten Anlagen zurückgegangen.


„Dabei sind Photovoltaikanlagen heute immer noch wirtschaftlich, wenn der erzeugte Strom zu einem möglichst hohen Anteil im eigenen Haus verbraucht wird, weil die eingesparten Kosten je Kilowattstunde deutlich über der Einspeisevergütung liegen“, sagt Werner Ehl, Energieberater der Verbraucherzentrale des Saarlandes. Ein zusätzlicher Photovoltaikspeicher erhöht den Anteil des selbst genutzten Stroms deutlich.

„Die Kunst besteht also darin, die Anlage so auszulegen, dass der Eigenverbrauch optimiert wird“, erklärt Werner Ehl. Hier hilft eine Faustformel: Der jährliche Stromverbrauch, die Leistung der Photovoltaikanlage und die Kapazität des Stromspeichers sollten im gleichen Verhältnis stehen. Bei einem jährlichen Stromverbrauch von vier Megawattstunden (entspricht 4000 Kilowattstunden) ergäbe sich daraus eine Anlagenleistung von vier Kilowattpeak und ein Stromspeicher mit einer Kapazität von vier Kilowattstunden. Ohne Stromspeicher erreicht man einen Eigenverbrauchsanteil von etwa einem Drittel, mit Speicher von etwa der Hälfte. Besonders wirtschaftlich sind Solarstromanlagen zum Beispiel auf Dächern von Lebensmitteldiscountern, die viel Strom für Beleuchtung und für Kühlregale benötigen und so einen besonders hohen Eigenverbrauch haben. Bei allen Fragen zum Einsatz erneuerbarer Energien in privaten Haushalten hilft die Energieberatung der Verbraucherzentrale. Die Berater informieren anbieterunabhängig und individuell. Für einkommensschwache Haushalte mit entsprechendem Nachweis sind die Beratungsangebote kostenfrei.



Mehr Informationen zu diesem Thema gibt es auf www.verbraucherzentrale-energieberatung.de. Termine zur persönlichen Beratung können unter Tel. (0800) 8 09 80 24 00 (kostenfrei) oder direkt bei den Beratungsstützpunkten vereinbart werden.

In St. Wendel finden die Beratungen in der Welvertstraße 2 im Besprechungsraum statt. Terminvereinbarung beim Umweltamt, Tel. (0 68 51) 8 09 19 22. In Tholey sind die Beratungen im Rathaus. Tel. (0 68 53) 50 80.