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Unsere Woche
Warum in die Ferne schweifen?

FOTO: SZ / Roby Lorenz
Gerade noch stürzten wir uns in die Meeresfluten, spürten den Sand unter den Füßen, schipperten mit der Luftmatratze auf dem Pool und genossen das Eis an der Strandpromenade. Und dann das: Der Urlaub ist vorbei, der Alltag trifft uns mit voller Härte. Von Sarah Konrad

Statt Postkarten schreiben wir wieder E-Mails, statt Sonne tanken wir teures Benzin und statt Abenteuer ist Routine angesagt. Kurz: Die Urlaubsgefühle sind schneller weg, als Usain Bolt die 100 Meter laufen kann. Post-Vacation-Blues nennen Wissenschaftler diesen Frust am Urlaubsende. Ein Heilmittel gibt es dagegen nicht. Dafür jedoch etwas viel Besseres: Ein Streifzug durch unsere Heimat.


Wie schön die ist, hat der St. Wendeler SZ-Lokalteil in der vergangenen Woche gezeigt. Dort berichteten wir über die Magdalenenkapelle in der Altstadt. Ihr gotischer Baustil und die Wandmalereien dürften vor allem Kunst- und Kulturliebhaber faszinieren. Im Museum für Mode und Tracht Nohfelden und dem Theulegium Tholey erfahren sie außerdem alles Mögliche über die Geschichte unserer Heimat. Die stand auch beim vierten Tag des St. Wendeler Landes im Mittelpunkt. Dort haben Vereine historische Orte vorgestellt. Landratsamt, Nahequelle, Pfarrkirche St. Anna, Eckstein-Denkmal, Marienkapelle, Liebenburg, Wareswald, Zwangsarbeiter-Gedenkstätte, Fruchtmarkt, Buchfestplatz, Varus-Quelle, Momberg, Keltischer Ringwall und Schaumberg – es gibt so viel zu entdecken, dass für melancholische Gedanken gar keine Zeit ist.

Ablenkung vom Alltagsstress verschafft garantiert auch eine Mountainbike-Tour durch die grüne Hölle von Freisen oder ein Ausflug an die Saar. Eine neue SZ-Serie thematisiert die Geschichte des Flusses und wirft einen fotografischen Blick an seine Ufer. Mit der Kamera war auch Anton Didas unterwegs. Der Heimatfotograf möchte demnächst einen Bildband mit den schönsten Fotos aus der Region veröffentlichen. Da muss ein Urlaubskatalog erstmal mithalten können. Also: Warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute liegt so nah?



Wer die Berichte über unsere Heimat noch einmal lesen will, kann dies auf der SZ-Webseite tun: www.saarbruecker-zeitung.de/saarland/stwendel/