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Arbeitsmarkt
Unternehmen suchen noch Auszubildende

St. Wendel. Die Arbeitsagentur meldet für den Kreis St. Wendel einen weiteren Rückgang der Arbeitslosigkeit und deutlich mehr offene Stellen als vor einem Jahr. Von red

Die Arbeitslosigkeit im Landkreis St. Wendel sinkt weiter. Im Mai waren 1487 Frauen und Männer arbeitslos gemeldet, fünf Prozent weniger als im April und deutliche 10,3 Prozent weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote lag bei 3,1 Prozent, das waren 0,4 Prozentpunkte weniger als vor einen Jahr. „Bei guten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen entwickelt sich auch der Arbeitsmarkt weiter günstig. Auch die Beschäftigung ist erneut gewachsen, und die Nachfrage der Unternehmen nach Personal befindet sich weiterhin auf einem hohen Niveau“, erläutert Jürgen Haßdenteufel, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Saarland. Der Bedarf an ausgebildeten Fachkräften ist also hoch. Folglich bezeichnet Haßdenteufel „die Wichtigkeit einer soliden Ausbildung als Versicherung gegen Arbeitslosigkeit“.


Die Unterbeschäftigung – Arbeitslose plus Menschen in Beschäftigungsmaßnahmen oder ohne reguläre Beschäftigung – lag im Kreis St. Wendel im Mai mit 2532 Personen um 260 unter dem Vorjahresniveau. Der Anteil der Arbeitslosen an der Unterbeschäftigung betrug 59 Prozent. Der Arbeitsmarkt wurde damit durch Maßnahmen der Arbeitsmarktpolitik um 41 Prozent entlastet.

Seit Jahresbeginn haben die Unternehmen der Region 980 offene Stellen zur Besetzung gemeldet, sechs Prozent mehr als vor einem Jahr. Aktuell sind noch 845 Stellen offen. Besonders gesucht werden weiterhin Kräfte in der Zeitarbeit, im Handel, im Verarbeitenden Gewerbe, im Baugewerbe im Gastgewerbe sowie im Gesundheits- und Sozialwesen.

Im Landkreis St. Wendel wurden seit Beginn des Ausbildungsjahres im vergangenen Oktober 508 Berufsausbildungsstellen gemeldet, elf Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Gleichzeitig suchten 554 junge Menschen eine Ausbildungsstelle über die Arbeitsagentur, 12,6 Prozent mehr als vor einem Jahr. Am statistischen Zähltag im Mai waren noch 318 Stellen unbesetzt und 295 Jugendliche unversorgt.

Offene Ausbildungsstellen gibt es noch in allen Berufsbereichen. Am häufigsten werden im Landkreis St.  Wendel Auszubildende für folgende Berufe gesucht: KFZ-Mechatroniker Auto-Technik (25), Kaufleute im Einzelhandel (20), Handelsfachwirte (17), Elektroniker Energie- und Gebäudetechnik (15), Verkäufer (15), Köche (15), Anlagenmechaniker Sanitär-/Heizung-/Klimatechnik (13), Feinwerkmechaniker (12), Fachverkäufer Lebensmittel Handwerk – Fleischerei (11), Zahnmedizinische Fachangestellte (11). Weil der Ausbildungsbeginn näher rückt, rät Haßdenteufel Jugendlichen, die aktuell noch keine feste Zusage für einen Ausbildungsplatz haben, Kontakt mit der Berufsberatung aufzunehmen. „Dabei ist es von Vorteil“, sagt er, „ wenn sich die jungen Leute Gedanken über berufliche Alternativen machen, anstatt sich auf den einen Wunschberuf zu versteifen.“



Ein Termin bei der Berufsberatung kann über die kostenfreie Hotline (08 00) 4 55 55 00, beim Berufsberater in der Schule oder vor Ort bei der Agentur für Arbeit vereinbart werden. Arbeitgeber, die freie Ausbildungsstellen melden möchten, können sich an den Arbeitgeberservice unter der kostenfreien Telefonnummer (08 00) 4 55 55 20 wenden.

Im Landkreis St. Wendel werden noch angehende KFZ-Mechatroniker gesucht.
Im Landkreis St. Wendel werden noch angehende KFZ-Mechatroniker gesucht. FOTO: dpa / Daniel Karmann