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Sitzung
Wasserverbrauch im Landkreis wird künftig wohl steigen

Blick auf das Wasserwerk Würzbachtal, das für die Versorgung des Landkreises St. Wendel besonders wichtig ist.
Blick auf das Wasserwerk Würzbachtal, das für die Versorgung des Landkreises St. Wendel besonders wichtig ist. FOTO: Evelyn Schneider
Tholey. Die Trinkwasserversorgung im Landkreis St. Wendel, vor allem aber der Menschen in der Schaumberggemeinde, war Thema in der jüngsten Gemeinderatssitzung in Tholey. Als Experte hatte die Verwaltung Joachim Meier, Chef der Wasser- und Energieversorgung Kreis St. Von Evelyn Schneider

Wendel (WVW) eingeladen. Die WVW beliefert den Landkreis (mit Ausnahme der Gemeinde Nonnweiler und einzelner anderer Ortsteile) mit Trinkwasser. Dieses kommt zum Großteil aus dem Wasserwerk Würzbachtal. „12 000 Kubikmeter Wasser werden im Normalfall pro Tag im Landkreis St. Wendel verbraucht“, sagt Meier. Das könne die WVW problemlos bedienen. Doch geht der WVW-Chef davon aus, dass der Verbrauch künftig steigen wird. Beispielsweise, wenn die Sommer so heiß bleiben. Mit einer Steigerung um 40 Prozent auf 17 000 bis 17 500 Kubikmeter rechnet er. Pro Tag könnten 23 000 Kubikmeter des flüssigen Elements aus dem Boden gepumpt werden. Das höre sich gut an, gelte aber nur, wenn alles problemlos laufe. Bei Engpässen habe die WVW fünf Möglichkeiten, auf Wasser von den Nachbarn zurückzugreifen. Außerdem speichern 25 Hochbehälter insgesamt 22 000 Kubikmeter Wasser. Eineinhalb Tage könnte die Region mit dieser Reserve überstehen. Wichtig sei jetzt ein schnee- und regenreicher Winter, damit sich das Grundwasser wieder auffüllt.


In der Gemeinde Tholey trinken die Menschen ein Mischwasser, das aus dem Wasserwerk Würzbachtal und den Hochbehältern Eiweiler und Bosen geliefert wird. 1500 Kubikmeter Wasser pro Tag werden in der Schaumberggemeinde verbraucht. Sechs Hochbehälter haben 2400 Kubikmeter gespeichert. Im Notfall könnte Wasser vom benachbarten Wasserwerk Lebach eingespeist werden. Aber: Würden alle Menschen im Landkreis in einem heißen Sommer aus Panik vor Wasserknappheit die Badewannen volllaufen lassen, wären die Hochbehälter schnell leer.