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Fußball
Warschburger soll SV Hasborn retten

Meistermacher: Zuletzt war Michael Warschburger (l.) gemeinsam mit Christian Joseph Trainer des VfL Primstal II.
Meistermacher: Zuletzt war Michael Warschburger (l.) gemeinsam mit Christian Joseph Trainer des VfL Primstal II. FOTO: Foto: Barth
Hasborn. Weißer Rauch über dem Waldstadion. Kurz vor seinem am Montag beginnenden Masters-Turnier ist der SV Hasborn auf der Suche nach einem neuen Trainer fündig geworden. Von Philipp Semmler

Mit einer faustdicken Überraschung ist am späten Donnerstagabend die Trainersuche beim SV Hasborn zu Ende gegangen: Michael Warschburger soll den aktuellen Tabellen-15. der Fußball-Saarlandliga vor dem Sturz in die Verbandsliga retten. Warschburger tritt die Nachfolge von Interimstrainer Bernd Gries an, der wiederum nach der Trennung von Spielertrainer Mathäus Gornik Mitte Oktober geholt worden war.


Die Verpflichtung von Warschburger kam überraschend, weil zuvor andere Namen – wie  etwa der Ex-Saubacher Valentin Valtchev  – in der Gerüchteküche gehandelt wurden. Vor einem Monat war noch Lothar Pesch Top-Kandidat. Er sagte dem Verein aber aus gesundheitlichen Gründen ab (wir berichteten).

„Wir haben uns extra viel Zeit genommen, um die in dieser schweren Situation die für den Verein beste Lösung zu finden“, erklärt Thorsten Huwer. Der 40-Jährige ist seit dem 25. November gemeinsam mit Jörg Feid Sportvorstand beim SV. Huwer erklärt auch, warum die Wahl auf Warschburger fiel: „Michael legt sehr viel Wert auf Motivation und kann zudem sehr gut auf einzelne Spieler eingehen. Wir haben mit mehreren Kandidaten gesprochen – er hat den besten Eindruck hinterlassen.“



Warschburger trainierte zuletzt bis Sommer 2016 gemeinsam mit Christian Joseph den VfL Primstal II. Mit der Primstaler Reserve stieg er vor anderthalb Jahren von der Landesliga in die Verbandsliga auf. Zuvor war der 54-Jährige aus Marpingen Anfang des Jahrtausends unter anderem beim FC Kutzhof in der mit der heutigen Saarlandliga vergleichbaren Verbandsliga Saar tätig. Weitere Stationen waren der VfB Berschweiler, der SV Humes und der FV Eppelborn II.

„Hasborn ist im Nordsaarland ein großer Traditionsverein. Hier zu arbeiten, ist für mich eine sehr reizvolle Aufgabe“, erklärt Warschburger. Der 54-Jährige hat zunächst bis zum Saisonende zugesagt. Ob er darüber hinaus auf der Trainerbank sitzen wird,  soll nach den ersten Monaten der Zusammenarbeit geklärt werden. „Das gebietet alleine schon die sportliche Situation“, sagt Warschburger. „Wir schauen, wie’s läuft. Danach entscheiden wir.“

Als-Co-Trainer des 54-Jährigen wird das Hasborner Urgestein Rudi Lesch fungieren. Huwer, der zuletzt unter Interims-Trainer Gries als zweiter Co-Trainer neben Lesch agierte, wird sich künftig ganz auf seine Aufgaben im Vorstand des Clubs konzentrieren.

Bei dem am Montag beginnenden 20. Adidas-Schaumberg-Cup, dem Masters-Qualifikations-Turnier des SV Hasborn, wird Neu-Trainer Warschburger zwar in der Halle sein, aber noch nicht auf der Bank sitzen. „Wir haben vereinbart, dass ich erst mit dem Start in die Rückrunden-Vorbereitung richtig einsteige“, berichtet Warschburger. Die Vorbereitung auf die zweite Saisonhälfte beginnt beim SV am 17. Januar.

Die Zeit bis dahin will Warschburger zu Gesprächen mit Spielern nutzen, um das Team besser kennenzulernen. Einen ersten Eindruck verschaffte er sich schon beim 1:0-Sieg des SV am letzten Spieltag vor der Winterpause beim VfB Dillingen. Ein Spiel ohne Gegentor, das soll es auch in der Rückrunde öfters geben. „Eine stabile Defensive wird der Schlüssel dazu sein, um erfolgreich zu sein und den Ligaverbleib zu schaffen“, sagt Warschburger.