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Reiter sieht sich auf gutem Weg

Christian Reiter gehört vor seiner Pause zu den absoluten Top-Torhütern der Saarlandliga. Derzeit sieht er sich auf gutem Weg, aber noch nicht bei 100 Prozent angekommen. Foto: Ruppenthal
Christian Reiter gehört vor seiner Pause zu den absoluten Top-Torhütern der Saarlandliga. Derzeit sieht er sich auf gutem Weg, aber noch nicht bei 100 Prozent angekommen. Foto: Ruppenthal FOTO: Ruppenthal
Hasborn. Christian Reiter ist wieder da. Nach einer berufsbedingten zweijährigen Pause ist der 28-Jährige zu Beginn dieser Runde wieder zum SV Hasborn zurückgekehrt. Mit dem SV will er heute Abend unbedingt das Kirmesspiel um 19 Uhr gegen den SV Mettlach gewinnen. Philipp Semmler

Nach dem letzten Heimspiel des SV Hasborn gegen den VfL Primstal verließ SV-Torwart Christian Reiter fuchsteufelswild den Platz des Waldstadions. Der Grund: Beim 2:0-Endstand für die Gäste hielt er einen Schuss von Julian Scheid seiner Meinung nach vor der Linie. Schiedsrichter Thorsten Rock entschied aber auf Tor - eine umstrittene Entscheidung, die ihn lange wurmte. Heute Abend hofft Reiter, dass er den Rasen in Hasborn jubelnd verlassen kann. Um 19 Uhr steht für seine Mannschaft nämlich das Kirmesspiel gegen den SV Mettlach an. Der kommt als amtierender Vize-Meister nach Hasborn , ist aber nach einem erschreckend schwachen Saisonstart völlig überraschend mit nur einem Punkt Tabellenletzter.


"Diese Partie ist für uns doppelt wichtig", sagt Reiter und erklärt: "Zum einen natürlich, weil es das Kirmesspiel ist. Und zum anderen aufgrund der aktuellen Situation. Nach zuletzt zwei Niederlagen müssen wir unbedingt gewinnen." Derzeit hat Hasborn nach fünf Spielen erst sechs Punkte auf dem Konto. Sollte gegen Mettlach kein Dreier gelingen, würden die Rot-Weißen den angestrebten Tabellenplatz im vorderen Mittelfeld erst einmal aus den Augen verlieren.

Für Reiter ist die Partie heute im Waldstadion das dritte Heimspiel nach einer zweijährigen Pause. Am Ende der Spielzeit 2013 und 2014 hatte der 28-Jährige Hasborn verlassen. "Ich war beruflich in Nürnberg und habe während der vergangenen zwei Jahre eigentlich fußballmäßig überhaupt nichts gemacht", erzählt der Torhüter , der für einen großen deutschen Sportartikel-Hersteller arbeitet. Zwar war er im Sommer 2014 zu seinem Heimatclub FC Noswendel Wadern zurückgekehrt, für den bestritt er aber nur ein Spiel.



Eine berufliche Veränderung machte dann zu Beginn dieser Runde die Rückkehr in den Kasten möglich. "Ich arbeite jetzt in Kaiserslautern. Deshalb kann ich wieder spielen", erzählt der Schlussmann. Dass er wieder in Hasborn landete, dafür gibt es zwei Hauptgründe. "Bevor ich aufgehört habe, hatte ich hier drei sehr schöne Jahre. Und es ist natürlich toll, wenn nach so einer Pause wieder gleich in der Saarlandliga spielen kann", meint Reiter.

Zu seiner alten Form vor der Karriere-Unterbrechung fehlt ihm aber noch ein kleines Stück. "Ich bin noch nicht ganz bei 100 Prozent", gibt der Schlussmann zu. "Wenn man zwei Jahre nichts gemacht hat, kann man das nicht in acht Wochen aufholen. Zumal ich leider in der Vorbereitung wegen meines Jobs nicht so trainieren konnte, wie ich es mir vorgestellt habe", sagt der 28-Jährige und ergänzt: "Aber ich denke, ich bin auf einem guten Weg."