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Fußball
Punkte für das Hallenmasters holen

Das Oberligateam des SV Mettlach kann sich als erste Mannschaft in die Siegerliste des Schaumberg-Cups eintragen. Für den Veranstalter aus Hasborn reichte es bei der Premiere des Hallenturniers immerhin für Rang vier.
Das Oberligateam des SV Mettlach kann sich als erste Mannschaft in die Siegerliste des Schaumberg-Cups eintragen. Für den Veranstalter aus Hasborn reichte es bei der Premiere des Hallenturniers immerhin für Rang vier. FOTO: maurer
Hasborn. Ab heute wird beim SV Hasborn in der Theleyer Sporthalle wieder Hallenfußball gespielt. Zwei Oberligisten im starken Teilnehmerfeld.

(red) Wir schreiben das Jahr 1998: Mika Häkkinnen wird zum ersten Mal Formel-1-Weltmeister, der 1. FC Kaiserslautern ist deutscher Fußballmeister und der SV rot-weiß Hasborn veranstaltet in der Theleyer Sporthalle den ersten adidas-Schaumberg Cup.


Die Premierenveranstaltung verlief sportlich aber nicht ganz nach dem Geschmack der Gastgeber: Der SV Hasborn landete nur auf dem vierten Platz und musste Turniersieger SV Mettlach, sowie dem VfB Theley und der SV Elversberg auf den Podiumsplätzen den Vortritt lassen. Auch in den folgenden Jahren lief es für die Rot-Weißen nicht bedeutend besser: Bis auf einen zweiten Platz im Jahr 2000 sprang in der Anfangszeit nicht viel heraus. Erfolgreicher waren da schon die damaligen Dauerteilnehmer FC Homburg und 1.FC Saarbrücken II, die den Wettbewerb drei, beziehungsweise zweimal gewannen.

Die erfolgreichste Zeit des SV Hasborn beim eigenen Turnier war der Beginn dessen zweiter Dekade zwischen 2008 und 2012. In fünf Jahren konnte die Spieler den adidas-Schaumberg Cup viermal für sich entscheiden, unterbrochen nur durch einen Sieg des Lokalrivalen Theley, der den Pokal im Jahr 2010 im Ort behielt. In den vergangenen vier Jahren waren es dann mit Borussia Neunkirchen (2013), dem FK Pirmasens II (2015) und dem diesjährigen Titelverteidiger FC Wiesbach (2014, 2016) immer Oberligavereine, die das Finale für sich entscheiden konnten.



Der adidas-Schaumberg Cup lebte jedoch nicht nur vom sportlichen Glanz höher spielender Vereine, sondern vor allem auch von den unterklassigen Lokalmatadoren, die dem ewigen Duell David gegen Goliath Jahr für Jahr neues Leben einhauchten. „In besonderer Erinnerung ist mir der VfB Altland in geblieben. In einem Turnier in der Anfangszeit sind die damals als Kreisligist mit nur fünf Spielern angereist und haben den FSV Salmrohr aus dem Wettbewerb geschossen. Das war schon denkwürdig,“ sagt Turnierorganisator Jens Dewes und schmunzelt. Doch Altland steht mit seinem Erfolg nicht alleine da. Immer wieder schafften es Kleine bis ins Halbfinale (SV St. Ingbert, SV Wolfersweiler, SC Bosen) und konnten die höher spielenden Teams gehörig ärgern.

In diesem Jahr werden es die unterklassigen Mannschaften jedoch besonders schwer haben. Mit zwei Oberligisten und vier Saarlandligisten, sowie insgesamt 58 Wertungspunkten für das Hallenmasters des Saarländischen Fußballverbandes ist das Turnier so stark besetzt wie lange nicht.

Topfavoriten auf den Sieg sind dabei Titelverteidiger und Mastersgewinner FC Wiesbach und dessen Ligarivale FV Eppelborn. Aber auch der Vorjahreszweite Primstal, Gastgeber SV Hasborn und die beiden weiteren Saarlandligateams aus Quierschied und Köllerbach dürfen sich berechtigte Hoffnungen auf Masterspunkte machen. Jens Dewes wollte sich in Bezug auf den Turniersieg nicht festlegen: „Ich wünsche mir einen spannenden und vor allem fairen Wettbewerb. Wer die besten Karten für den Sieg hat, kann ich nicht sagen. Es wäre aber toll als Gastgeber mal wieder ins Endspiel zu kommen,“ erklärte der Organisator abschließend.