| 21:10 Uhr

Kommentar
Pesch und Hasborn: Das würde passen

FOTO: SZ / Robby Lorenz
Man muss lange blättern, um eine Saison zu finden, in der der SV Hasborn nicht in der höchsten saarländischen Liga gespielt hat. Und dennoch ist der Abstieg nicht überraschend. Von Peter Wilhelm

Es ist die Folge eines schleichenden Niedergangs der letzten beiden Jahre. Trainer Georg Müller musste 2016 überraschend gehen – nach zwei fünften Plätzen waren einige im Verein enttäuscht. Gemessen an heute waren die Sorgen von damals Luxusprobleme.


Hasborns Hauptproblem: Der Verein ist nicht mehr – so wie früher – das Aushängeschild der Region, zu dem alle ambitionierten Spieler von sich aus hinwollen. Lokalrivale Primstal etwa hat Hasborn da überholt. Zudem fehlt Kontinuität. Drei Trainer in einer Saison – das hat es bei Rot-Weiß vermutlich noch nie gegeben. Bewährt hat es sich nicht gerade.

Ob der Abstieg jetzt heilsam sein kann? Eine Chance? Ein Blick auf das Schicksal anderer gestrauchelter Vereine der vergangenen Jahre zeigt: eher nein. Selten ging ein Verein wirklich gestärkt aus einem Abstieg hervor. Die meisten dümpeln im Mittelfeld herum. Für Hasborn hängt nun vieles davon ab, wen der Verein als neuen Trainer holen kann. Es müsste ein Fachmann mit großer Ausstrahlung und Reputation sein. Wer mir da einfällt? Lothar Pesch zum Beispiel.