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Nimmer müde als Programm

Die Nimmermüden im Proberaum von Werner Feit. Foto: Frank Faber
Die Nimmermüden im Proberaum von Werner Feit. Foto: Frank Faber FOTO: Frank Faber
Hasborn-Dautweiler. Ein paar Jährchen waren sie im Standby-Modus, nun juckt es wieder, auf der Bühne zu musizieren. Die Folkgruppe „Die Nimmermüden“ aus Hasborn melden sich in bekannter Besetzung zurück. Die Revival-Show der Band steigt an diesem Samstag, 23. Juli, ab 19 Uhr, im Hasborner Waldstadion beim Stadionfest des Sportvereins. Frank Faber

Ist das ein geiler Kontrast. Plakate der Hardcoreband Boysetsfire, der Punkrocker Millencolin und der Rock-Metalgruppe Pyogenesis zieren die Wände im Proberaum, in dem es sonst der Sohn von Werner Feit krachen lässt. 13 ältere Musiker intonieren dort mehrstimmig "Teach the children" (Lehrt Eure Kinder) von Crosby, Stills, Nash & Young. Der Song stammt von dem im Jahre 1970 veröffentlichten Album "Déjà Vu". Und das passt genau. Ein Déjà Vu, eine neue Situation, die sie schon einmal erlebt, gesehen, und nicht geträumt haben, kommt nun auf den im Probekeller musizierenden Freundeskreis zu: "Die Nimmermüden" kehren nach eingelegter Pause auf die Bühne zurück.



"Das Interesse für ein Revival bei uns untereinander war groß, weil wir nacheinander in Pension gehen", flachst Werner Feit. Grund für die temporäre Auszeit der Hasborner Folkgruppe war das berufliche Engagement von Dieter Geßner in Genf. "Während der letzten Jahre war ich nur noch am Wochenende daheim", berichtet Geßner. Seit Ende März üben die Herren im Alter zwischen 57 und 67 Jahren wieder regelmäßig miteinander. 65 bis 70 Titel hat die Band für ein dreistündiges Bühnenprogramm ausgewählt, bei dem wie in früheren Zeiten der berühmte Funke überspringen soll. "Das Lied ‚Schenk mir diese eine Nacht' werden wir aber nicht mehr spielen", kündigt Thomas Schwan an. Nach wie vor stehen ihre umgedichteten Heimat-Nummern "Segeltörn am Bostalsee", "Bei uns hier an der Saar" oder "Mir senn vom Saarland" auf der Setliste. Dabei soll es nicht bleiben. "Wenn wir mehr Zeit haben, kommen neue eigene Titel dazu", so der musikalische Chef Geßner.

Vor 30 Jahren haben die Wanderfreunde zwanglos musiziert. Peter Notar hat seinerzeit beim Hasborner Dorffest ein Schild mit der Aufschrift "Die (N) Immermüden" hochgehalten und der 1994 an den Start gegangenen semiprofessionellen Musikgruppe damit ihren Name verpasst. "Wir sind ganz schön in Europa rumgekommen, sogar bis nach Luxemburg", blickt Feit zurück. Deutschlandweit sind "Die Nimmermüden" aufgetreten und haben mit einem Spontanauftritt als Skifahrerband aus dem Saarland im österreichischen Massentourismusort Ischgl dem Weltstar Elton John (fast) die Show gestohlen. Sie waren im Fernsehen mit national bekannten Künstlern zu sehen, im Radio zu hören und haben über Jahre einen Weihnachtsmarkt in Bischofswerda östlich von Dresden betrieben. Unzählige Wohltätigkeitsveranstaltungen hat die Band begleitet und eine eigene Benefiz-Gala in Hasborn veranstaltet. "80 000 Euro haben wir für den guten Zweck spenden können", ergänzt Rudi Geßner.

Ab diesem Samstag ist es so weit: Mit drei Gitarren, dem Drumcomputer und mehrstimmigem Gesang schalten "Die Nimmermüden" vom Standby- in den Livemodus. Ab 19 Uhr steht die Revival-Show im Hasborner Waldstadion an. Weiter geht's am 28. Juli, 19 Uhr, mit dem Auftritt bei der Veranstaltungsserie "Flower-Power am Schaumbergtower".

Die Nimmermüden in Originalbesetzung: Samstag läuft im Hasborner Waldstadion die große Revival-Show. Foto: Lutwin Altenhofen
Die Nimmermüden in Originalbesetzung: Samstag läuft im Hasborner Waldstadion die große Revival-Show. Foto: Lutwin Altenhofen FOTO: Lutwin Altenhofen
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