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| 20:29 Uhr

Kappensitzung
Minigarde fetzte im Glitzer-Outfit über Bühne

Die Minigarde der Vereinsgemeinschaft Spätzünder überzeugte das närrische Publikum mit tollen Kostümen. 
Die Minigarde der Vereinsgemeinschaft Spätzünder überzeugte das närrische Publikum mit tollen Kostümen.  FOTO: Eva Backes
Scheuern. Rundum gelungen war die 36. Kappensitzung der Vereinsgemeinschaft Spätzünder. In der Bütt wurde nicht nur die Technikneuheit „Alexa“ gekonnt auf die Schippe genommen. Von Eva Backes

Superman, Batman und Joker huschen über die Bühne der Mehrzweckhalle Scheuern. Zu Rockmusik treten sie bei der 36. Kappensitzung der Vereinsgemeinschaft Spätzünder Scheuern gegeneinander an. Und sogar vor einem Flug scheuen sie sich nicht. Denn so manche Superman-Tänzerin der Gruppe Dancing Beans begeistert das Publikum mit einer Hebefigur auf den starken Schultern der Joker-Tänzer. Als später „TNT“ von AC/DC durch die Mehrzweckhalle Scheuern tönt gibt es bei den rund 300 Zuschauern kein Halten mehr und sie stampfen und klatschen im Takt mit.

„Das Proben hat sich gelohnt“, lobt der Vorsitzende der Vereinsgemeinschaft Spätzünder Scheuern, Dietmar Lauck und lächelt begeistert. Denn bereits seit mehr als sechs Monaten stellten die Mitglieder das abwechslungsreiche Bühnenprogramm auf die Beine. Besonders froh sei er, dass es eine so gute Gemeinschaft gebe und auch die Jugend sich so rege an den Kappensitzungen beteilige. „Wir brauchen uns um unseren Nachwuchs keine Gedanken zu machen und darauf sind wir stolz“, betont Sitzungspräsident Udo Graf.

Das beweist unter anderem Marvin Doster, der mit seinen 14 Jahren jüngster Büttenredner ist. Als Pechvogel mit Verbänden übersät sorgt er mit Erzählungen über falsche Arztratschläge und verpatzte Diäten für so manchen Lacher. Doch auch die kleinen Mitglieder der Minigarde ziehen das Publikum mit ihrem Showtanz in den Bann, in dem sie mit glitzernden Outfits und Rollschuhaccessoires über die Bühne fetzen.

Neben dem Nachwuchs zeigen auch „Urgesteine“ ihr Können. Darunter Ulli Meiser mit ihrem Vortrag „Dorftratsch“. Darin kämpft sie mit Kittelschürze verkleidet und mit Besen und Putzzeug bewaffnet unter anderem gegen Clemens Bach alias „Meister Proper“ an. Auch neuste Technikerrungenschaften wie „Alexa“ nimmt sie dabei auf die Schippe. Bereits seit 25 Jahren ist der Karneval Ulli Meisers Leidenschaft. „Wenn sich etwas mehrfach jährt, ist es ein Jubiläum wert. Und mit Eimer und mit Besen hast du uns schon oftmals die Leviten gelesen“, witzelt Sitzungspräsident Udo Graf und überreicht Meiser Jubiläumspräsente.

Wiederholungstäter ist ebenfalls Klaus Herrmann, der diesmal nicht nur als „Hildegard von der Schlawerie“ auf der Bühne steht, sondern zusammen mit Clemens Bach auch „De Än und de Anner“ mimt, die mit dem Umfunktionieren und Prüfen von Toilettenpapier viel Gelächter auf sich ziehen. Darin reihen sich auch „Elke und Lilli“ ein, die in ihrem Vortrag auf das Thema „Werbefahrt“ gekonnt eingehen.

Doch nicht nur die Büttenreden sind abwechslungsreich, sondern auch die Musik. Neben dem Musikverein Harmonie Scheuern beschallen auch die Ritzelberger Schnitzeljäger das Publikum. Verschiedene Tänze runden schließlich das Programm ab. Bei den Beiträgen der Aktiven Garde Scheuern und des Tanzmariechens Melissa Aytas schunkelt der ein oder andere Besucher mit, während die Gruppe No Name Überroth in Vampirkostümen bei schummriger Saalbeleuchtung für Gruselstimmung sorgt. Geheimnisvoll geht es auch bei den Beiträgen der Showtanzgruppe Aktive Garde mit „Maskenball“ und des Männerballetts mit „Schlossgespenst“ zu. Bunt und fröhlich wird es dann wieder bei der Gruppe Ü-nited, die mit dem Thema „Aladdin“ und „Bollywood“ Multikulti-Flair schafft.

„Das Programm ist authentisch“, beschreibt Lauck die Kappensitzung der Scheuerner Vereinsgemeinschaft. Die Mitglieder geben sich viel Mühe. Das spiegelt sich auch in den liebevoll gestalteten Kostümen und dem jeweils zu den einzelnen Vorträgen angepassten Bühnenbild wider. „Es ist einfach handgemacht“, fasst er die Veranstaltung zusammen.