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Hallenfußball
Masters: Jetzt mischt auch Bous kräftig mit

Dillingens Hassan Srour (hinten) schaut Sascha Arand zu. Brebach gewann das Finale gegen den Gastgeber mit 3:1 – auch dank eines Tores von Arand.
Dillingens Hassan Srour (hinten) schaut Sascha Arand zu. Brebach gewann das Finale gegen den Gastgeber mit 3:1 – auch dank eines Tores von Arand. FOTO: Thiel Achim / Achim Thiel
Die FSG Bous hat im Rennen um die Plätze fürs Mastersfinale für eine Überraschung gesorgt – und das hochkarätigste Turnier der Quali-Serie gewonnen. Von Philipp Semmler

Turnier von Saar 05 Saarbrücken:


Saarlandliga-Schlusslicht FSG Bous mischt dank eines Erfolges beim Sparda-Bank-Cup des SV Saar 05 Saarbrücken seit Freitagabend im Rennen um die Masters-Plätze mit. Die FSG setzte sich im Finale des Turniers mit der höchsten Wertigkeit der gesamten Serie (80 Punkte) klar mit 5:2 gegen Ligakonkurrent SG Lebach-Landsweiler durch. „Wir haben in der Endrunde den Sieg am meisten gewollt. Deshalb haben wir verdient gewonnen“, fand FSG-Spielertrainer Sammer Mozain. 

Robin Beck hatte Bous mit 1:0 in Führung gebracht. Lebach glich zwar durch Thomas Zimmermann postwendend aus, doch dann spielte nur noch Bous: Bilal da Luz, Nordine Acharid und Lukas Feka mit einem Doppelpack sorgten für eine 5:1-Führung. Lebach konnte durch Zimmermann nur noch auf 2:5 verkürzen. Die SG kann aber trotz der Final-Niederlage mit nun über 100 Punkten auf dem Konto für das Endturnier planen.



Gastgeber Saar 05 war  im Halbfinale gescheitert. Dort zog der Oberligist mit 4:6 nach Siebenmeterschießen gegen Bous den Kürzeren. Insgesamt 1350 Zuschauer sahen die Turnierspiele an vier Tagen.

Turnier des SV Limbach/Dorf:

Sascha Segarra-Gil, Torwart der Sportfreunde Köllerbach, war am Freitag der Held beim  Risch-Cup des SV Limbach/Dorf (37 Wertungspunkte). Mit einer spektakulären Fußabwehr parierte er im Endspiel im Siebenmeterschießen den entscheidenden Strafstoß von Christian Hilden von der gastgebenden FSG Schmelz-Limbach (Landesliga). Dank der Parade gewann Saarlandligist Köllerbach mit 5:4.

„Wenn man ins Finale kommt, will man auch den ganz großen Scheck in der Hand halten. Deshalb bin ich enttäuscht“, sagte FSG-Trainer Luca Lanfranco. „Andererseits bin ich auch stolz, dass wir so weit gekommen sind.“  Unter anderem warf die FSG im Halbfinale dank eines Hilden-Doppelpacks Saarlandligist VfL Primstal mit einem 2:0 raus.

Im Finale stand es nach der regulären Spielzeit 0:0. Sezgin Bülcan brachte die FSG in der Verlängerung in Führung, danach hatte der Landesligist Pech bei Pfostenschüssen von Savas Antil und Lukas Petry. Eine Minute vor Schluss traf dann Köllerbachs Spielertrainer Robin Votgland zum 1:1. Durch den Erfolg verbesserte Köllerbach seine Masters-Chancen erheblich – ebenso wie Landesligist SV Losheim, der als Vierter ebenfalls punktete. Im kleinen Finale musste sich Losheim Saarlandligist Primstal mit 0:3 geschlagen geben. Das Turnier in der Primshalle sahen 600 Zuschauer.

Turnier des VfB Dillingen:

Der SC Halberg Brebach hat den Titel beim stark besetzten Pink-&-Wagner-Cup des VfB Dillingen in der Sporthalle West (62 Wertungspunkte) gewonnen. Der SC, der zuvor erst 3,9 Zähler sammeln konnte, setzte sich im Finale gegen den Saarlandliga-Rivalen VfB Dillingen mit 3:1 durch. „Der Sieg ist eine Riesenüberraschung“, jubelte Brebachs Routinier Sascha Arand. „Wir hatten gerade mal zwei Auswechselspieler. Ich hätte nicht gedacht, dass wir überhaupt ins Endspiel kommen.“

Brebach agierte während des Turniers mit einem fliegenden Torwart – und das war im Finale der Schlüssel zum Sieg. „Damit sind wir nicht zurechtgekommen“, sagte Dillingens Vorsitzender Josef Schya. „Wir haben vor dem Endspiel tollen Fußball gezeigt. Dass wir dann ausgerechnet das Finale verloren haben, ist natürlich sehr ärgerlich.“

Zu diesem Zeitpunkt waren die Spieler von Titelverteidiger FV Diefflen bereits unter der Dusche. Der Oberligist musste sich im Viertelfinale Landesligist SG Körprich-Bilsdorf mit 6:7 nach Siebenmeterschießen geschlagen geben. Zwei weitere Begegnungen der Runde der letzten Acht wurden ebenfalls erst im Siebenmeterschießen entschieden: Brebach siegte spektakulär mit 18:17 gegen Oberligist SV Saar 05, Gastgeber Dillingen bezwang Bous mit 4:2.

Platz drei belegte die SG Körprich-Bilsdorf durch ein 5:4 gegen  Saarlandligist FV Schwalbach. Das Turnier sahen 600 Zuschauer.

Turnier des SV Felsberg:

Erst ein Mammut-Siebenmeterschießen brachte die Entscheidung beim Shell-Station-Reiter-Cup des SV Felsberg (35 Wertungspunkte): In der Adolf-Collet-Halle Überherrn hatte die SG Rehlingen-Fremersdorf im Duell zweier Teams aus der Verbandsliga Süd-West das bessere Ende für sich. Der Spitzenreiter setzte sich gegen Aufsteiger SSV Überherrn mit 16:15 durch. Überherrn hatte das Turnier zuletzt drei Mal in Folge gewonnen.

Landesligist SV Friedrichweiler hatte sich zuvor durch ein 4:3 gegen Bezirksligist FV Schwalbach II Rang drei gesichert.

Turnier der SF Hostenbach:

Der SV Hermann-Röchling-Höhe hat erstmals den Volksbank-Westliche-Saar-Plus-Cup der SF Hostenbach (30 Wertungspunkte) gewonnen. Im Finale in der Glückauf-Halle Hostenbach setzte sich der Vorletzte der Landesliga Süd mit 6:3 gegen Bezirksligist SSC Schaffhausen durch. Bezirksligist FSV Hemmersdorf II konnte sich über  Platz drei freuen. Die Verbandsliga-Reserve gewann das kleine Finale gegen Landesligist FC Kandil Saarbrücken mit 7:5 nach Siebenmeterschießen.

Gastgeber Hostenbach scheiterte gleich doppelt im Viertelfinale: Das Landesliga-Team unterlag Hemmersdorf II mit 1:2. Hostenbachs Zweite zog gegen Hermann-Röchling-Höhe mit 0:5 den Kürzeren. 500 Zuschauer kamen zu den Spielen in Hostenbach und Wadgassen.

Turnier der Spvgg. Merzig:

Bei seiner dritten Final-Teilnahme bei einem Masters-Qualifikationsturnier hat Fußball-Saarlandligist SV Mettlach zum zweiten Mal den Platz als Sieger verlassen. Am Sonntag gewann der SV in der Merziger Thielspark-Halle den 1. City-Cup von Bezirksligist Spvgg. Merzig (43 Wertungspunkte). Das Team  hatte im Endspiel gegen Landesligist SV Losheim die besseren Nerven und   setzte sich mit 6:4 nach Siebenmeterschießen durch. Zufriedene Gesichter gab es nach dem Schlusspfiff aber nicht nur bei den Mettlacher Spielern, sondern auch beim Verlierer. Denn Losheim festigte durch den Finaleinzug Rang drei in der Masters-Qualifikations-Tabelle. Auch Mettlach (derzeit Achter) ist nun wieder im Rennen um die begehrten Plätze beim Endturnier.

Turnier des SV Rohrbach:

Christoph Schneider hat am Sonntag für ausgelassene Freude bei Verbandsligist SV Rohrbach gesorgt. Der 29-Jährige erzielte im Finale des Autohaus-Bickar&Wagner-Cups seines SVR (33 Wertungspunkte) den entscheidenden Treffer. Schneider gelang zwei Minuten vor Ende der Verlängerung gegen Landesligist SV St. Ingbert das Tor zum 4:3-Endstand. 

Turnier des VfB Theley

Trotz eines 0:2-Rückstandes im Finale gegen Lokalrivale SV Hasborn hat der Saarlandligist VfB Primstal den Derbystar-Cup des VfB Theley (52 Wertungspunkte) gewonnen. Primstal siegte dank zweier Treffer von Nils Kuckel und einem Tor von Tobias Scherer mit 3:2. Für den VfL war es der erste Sieg bei einem Masters-Turnier in diesem Winter.

Turnier der AG Saarbrücker Vereine:

Titelverteidiger FC Rastpfuhl gewann die von der Arbeitsgemeinschaft Saarbrücker Vereine veranstalteten Saarbrücker Fußballmeisterschaften (44 Wertungspunkte). Der Verbandsligist setzte sich im Endspiel mit 4:3 gegen Saarlandligist SV Bübingen durch und darf als Vierter der Quali-Tabelle weiter von der ersten Masters-Teilnahme der Vereinsgeschichte träumen. Masters-Rekordsieger SV Auersmacher verspielte dagegen durch das Viertelfinal-Aus gegen Rastpfuhl wohl seine letzte Chance aufs Endturnier.

Turnier der AG Püttlinger Vereine:

Per Heimsieg zum Masters? Mit-Gastgeber SF Köllerbach hat nach einem Sieg beim Turnier der AG Püttlinger Vereine (39 Wertungspunkte) das Ticket fürs Endturnier so gut wie in der Tasche. Der Zweite der Qualifikations-Wertung (99,50 Punkte) gewann im Trimm-Treff Püttlingen das Finale gegen die SG Lebach-Landsweiler mit 3:2.

Turnier der FSG Schiffweiler

Riesenjubel bei Landesliga-Tabellenführer Hellas Bildstock: Beim Alte-Leipziger-Cup der FSG Schiffweiler (50 Wertungspunkte) feierte der Achtligist seinen dritten Turnier-Sieg in diesem Winter – und kletterte dadurch wieder in die Masters-Qualifikations-Ränge. Im Endspiel fertigte Hellas den gastgebenden Verbandsligisten SG Schiffweiler-Landsweiler/Reden mit 5:0 ab. Auch Saarlandligist Spvgg. Quierschied kletterte wieder auf einen Masters-Platz – dank eines 3:0 im „kleinen Finale“  gegen Bliesmengen-Bolchen (Verbandsliga).

Blaues Wunder: Die FSG Bous sorgte mit ihrem Sieg beim am besten besetzten Turnier der gesamten Serie in Saarbrücken für einen Paukenschlag.
Blaues Wunder: Die FSG Bous sorgte mit ihrem Sieg beim am besten besetzten Turnier der gesamten Serie in Saarbrücken für einen Paukenschlag. FOTO: Thomas Wieck