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Ausstellung
Keine Lust auf die akkurate Malerei

Eines der ausdrucksvollen Acryl-Werke des Künstlers Wolfgang Trost, die auch bei der Ausstellung im Foyer des Caritas-Seniorenhauses in Hasborn zu sehen sind.
Eines der ausdrucksvollen Acryl-Werke des Künstlers Wolfgang Trost, die auch bei der Ausstellung im Foyer des Caritas-Seniorenhauses in Hasborn zu sehen sind. FOTO: Silke Frank
Hasborn. Einige seiner aktuellen Werke zeigt der Künstler Wolfgang Trost aus Marpingen noch bis Mai im Seniorenhaus der Caritas in Hasborn.

„Acryl trifft Aquarell“ – unter diesem vielversprechenden Titel zeigt der Marpinger Künstler Wolfgang Trost eine Auswahl seiner aktuellen Werke im Caritas-Seniorenhaus Hasborn. „Es gibt nichts Schlimmeres als akkurate Malerei“, sagt Trost. 29 Groß- und Kleinformatige Bilder unterschiedlichster Themen, von abstrakt bis gegenständlich, hängen noch bis Mitte Mai im Foyer des Seniorenheims. Dort schmücken sie die Wände und ziehen die Blicke von Bewohnern und Besuchern auf sich.


In der Themenbreite der Motive wechseln sich abstrakte, farbenfrohe Acrylbilder mit Landschaften, Städten und historischen Ortsansichten in Aquarell ab – eben alles, was die Kreativität des Künstlers ausmacht. Der Titel trifft es auf den Punkt: „Acryl trifft Aquarell“ – der künstlerischen Freiheit werden in dieser Ausstellung keinerlei Grenzen gesetzt.

Trost erfasst Augenblicke und Gedanken und hält sie in seinen Bildern fest. „Ich arbeite nach der Devise ‚Gemalt und fertig‘. Wenn ich eine Idee habe, entsteht schon mal ein Bild innerhalb von zwei bis drei Stunden“, erzählt er und erklärt, dass kein Bild nachbearbeitet wird. Ihm ist es dabei nicht wichtig, Dinge und Ideen perfekt abzubilden. Die Unterschiedlichkeit seiner Werke ist Herausforderung und Bereicherung zugleich. „Sich lösen von einem Gegenstand und doch erkennbar“, so beschreibt er seine Gemälde.



„Die Farben, die Motive sowie die Gestaltungselemente geben den Werken Spannung, die den Beobachter auffordert zu verweilen, Neues zu entdecken und jedem Werk seine individuelle Botschaft zu entlocken“, schwärmt Fördervereinsvorsitzender und Initiator Walter Krächan.

Seit Kindesbeinen ist die Malerei Trost ein Bedürfnis. Unter dem Motto „Malerei ist eine Kunst, die erlernt werden muss“, nahm der studierte Kirchenmusiker regelmäßigen Unterricht in verschiedensten Kunstkursen, unter anderem bei Künstlerin Christiane Middendorf in Essen. Seine Werke waren bereits auf zahlreichen nationalen und internationalen Ausstellungen zu sehen, welche bis nach Russland (Taischet) reichen.

Ein ganz besonderer Hingucker der Ausstellung ist ein Aquarell mit der Hasborner Kirche. „Dieses Bild habe ich erst vor zwei Wochen speziell für diese Ausstellung gemalt“, berichtet der 1949 in Alsweiler geborene Künstler. Einrichtungsleiterin Vera Schmidt eröffnete die feierliche Vernissage. Fördervereinsvorsitzender Walter Krächan wies in seiner Laudatio auf den künstlerischen Weg des Künstlers hin und ging auf die Vielfalt seiner Werke ein. „So wie ich unseren engagierten, hochqualifizierten Wolfgang Trost als Chorleiter und Mensch kennen und schätzen gelernt habe, so hinterlässt er seine Spuren in seinen kreativen, musikalischen Arbeiten. Insbesondere auch in seinen Bildern“, bestätigt Krächan in seiner Rede.

Die Umrahmung durch den Männergesangverein Harmonie Hasborn-Dautweiler und die fröhliche musikalische Frühlingsinterpretation von Trost am hauseigenen Flügel stimmten die Besucher und Bewohner musikalisch auf die Bilder ein.

Zu sehen ist die Bilderausstellung noch bis Mitte Mai im Foyer des Caritas-Seniorenhauses Hasborn, Im Wohnpark 2, 66636 Tholey-Hasborn. Weitere Informationen: Tel. (0 68 53) 97 94 60.

Der Künstler Wolfgang Trost vor einem seiner Bilder.
Der Künstler Wolfgang Trost vor einem seiner Bilder. FOTO: Silke Frank
Der Männergesangverein Harmonie Hasborn-Dautweiler umrahmte die Ausstellungseröffnung musikalisch.
Der Männergesangverein Harmonie Hasborn-Dautweiler umrahmte die Ausstellungseröffnung musikalisch. FOTO: Silke Frank