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Joker Gemmel krönt Hasborns Aufholjagd

Hasborn. War das eine furiose Schlussphase: Trotz eines 0:3-Rückstandes bis zur 73. Minute hat der SV Hasborn im Heimspiel gegen Brebach noch einen Zähler ergattern können. Johannes Gemmel traf Sekunden vor Schluss zum 3:3. Philipp Semmler

Die 90. Minute im Spiel zwischen den Fußball-Saarlandligisten SV Hasborn und SC Halberg Brebach. Die Gäste führen mit 3:2, als es noch einmal einen Freistoß für Hasborn gibt. Der wird zunächst abgeblockt, doch das Leder kommt 18 Meter vor dem Tor zum eingewechselten Johannes Gemmel. Der fackelt nicht lange, hält volley drauf - und donnert die Kugel zum 3:3 ins Tor. Es ist das glorreiche Ende einer tollen Hasborner Aufholjagd. Denn bis 17 Minuten vor Schluss lagen die Hausherren noch 0:3 zurück.

"Wir haben gezeigt, dass wir bis zum Schluss Gas geben können. Die Mannschaft hat eine tolle Moral bewiesen", sagte Hasborns Trainer Georg Müller . Überraschenderweise war die Gefühlslage bei seinen Spielern etwas anders. Müller: "In der Kabine waren sogar einige enttäuscht, weil sie die Partie unbedingt gewinnen wollten. Ich persönlich bin aber nach diesem Spielverlauf sehr zufrieden mit dem Zähler."

Lange Zeit hatte es vor 120 Zuschauern gar nicht so ausgesehen, als sollte die Begegnung derart spektakulär werden. Bis kurz vor der Pause stand es noch 0:0. In der 40. Minute ging Brebach dann in Führung. Maximilian Demmer zog mit viel Tempo Richtung Tor, ließ die Hasborner Verteidiger Nikolas Wilhelm und Pascal Petry stehen und vollstreckte zum 1:0. Sekunden vor dem Seitenwechsel schlug Brebach erneut zu. Nach einem Querpass kam Florian Koch aus acht Metern zum Schuss und traf zum 2:0 für die Gäste.

Müller stellte in der Pause um und beorderte Fabian Scholler vom Mittelfeld in die Spitze. Die Gastgeber wurden dadurch stärker, doch ein Tor gelang zunächst wieder nur Brebach. In der 63. Minute köpfte Manfred Leonhart eine Freistoß-Hereingabe zum 3:0 ein. Doch Hasborn gab nicht auf. Zehn Minuten später beförderte Mischa Theobald eine Gemmel-Ecke zum 1:3 über die Linie. Bei den Rot-Weißen keimte neue Hoffnung auf - und die wurde nur 120 Sekunden später weiter genährt. Scholler markierte nach einem Doppelpass mit Steffen Hoffmann das 2:3. Hasborn schnürte die nun müder werdenden Gäste in deren Hälfte ein. In der 88. Minute drückte Scholler einen Abpraller zum vermeintlichen 3:3 über die Linie. Doch der Treffer zählte nicht, da Scholler im Abseits stand. Zwei Minuten später aber durften die Hasborner Fans dann doch jubeln.