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Fußball-Saarlandpokal
Theley hat „richtig Bock“ auf Röchling

Norman Scherer.
Norman Scherer. FOTO: Loncar
Theley. Fußball-Verbandsligist empfängt heute im Saarlandpokal den Oberliga-Dritten Völklingen.

0:2 im März 2010 gegen den Oberligisten Borussia Neunkirchen. 0:8 im Oktober 2010 gegen den Drittligisten 1. FC Saarbrücken. Und vier Platzverweise für Theleyer Spieler im Oktober 2011 beim 0:1-Pokal-Aus nach Verlängerung gegen den Saarlandligisten SV Auersmacher. Die Bilder von diesen Spielen schießen VfB-Linksverteidiger Norman Scherer immer noch durch den Kopf. Einzig der 27-Jährige ist von damals im Aufgebot des Verbandsligisten noch übrig geblieben.


Heute steht für Scherer ein weiteres Pokal-Highlight an. Um 19 Uhr trifft er mit dem VfB im Schaumbergstadion auf den Oberliga-Dritten SV Röchling Völklingen. „Als Spieler hat man richtig Bock, gegen das derzeit beste saarländische Oberliga-Team zu spielen. So oft kommt eine solche Gelegenheit ja nicht“, freut sich der dienstälteste Kicker des VfB, der seit neun Jahren im Trikot der Schaumberg-Elf aufläuft. Vor acht Jahren wechselte ihn sein früherer Trainer Heiko Wilhelm nach 29 Minuten vor 1200 Zuschauern beim Spielstand von 0:3 gegen die Profis aus Saarbrücken ein.

Nun kommt mit Völklingen ein weiterer Traditionsverein. „Wir haben viele Jungs dabei, die zuvor in unterklassigen Ligen gespielt haben, für sie ist das ein tolles Erlebnis“, weiß Scherer. Was ihm bei all seinen bisherigen Pokalerfahrungen noch fehlt, ist ein eigener Treffer des VfB gegen ein höherklassiges Team. „Vielleicht klappt es ja gegen Völklingen. Zuerst wollen wir aber kein Tor kriegen und uns als Außenseiter so teuer wie möglich verkaufen“, sagt Scherer.



Was ihn optimistisch stimmt: Das VfB-Trainergespann Sebastian Piotrowski und Andreas Oberhauser bringe die nötige Erfahrung aus der Regionalliga und Oberliga mit und wisse, wie die Konzentration hochgehalten werden müsse. „Wir spielen bislang guten Fußball und können einfach unbesorgt an die Sache rangehen. Und wer weiß, was durch Kampf und Einsatz alles möglich ist“, meint der Dauerbrenner in der VfB-Abwehr. Ab und zu taucht er auch mal in der Innenverteidigung auf. „Linksverteidiger spiele ich aber eigentlich lieber, denn der Offensivdrang ist bei mir noch da“, gibt Scherer zu.

Überhaupt steht für den aus Sotzweiler stammenden Kicker eine kribbelige Woche an. Nach Völklingen kommt es in der Liga zum Lokalschlager gegen den SV Hasborn (Samstag, 16 Uhr), für den Scherer bis zur A-Jugend selbst gespielt hat. Ehe seine Gegenspieler dann aber Lukas Biehl und Steffen Lenhardt heißen, muss er zunächst am heutigen Abend versuchen, die Völklinger Angreifer Felix Dausend oder Jan Issa zu stoppen.