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Einweihung
Fräsen mit ausgefeilter Robotertechnik

Hans-Josef Scholl, Martin Backes, Marius Weber, Markus Weber, Udo Recktenwald, Jürgen Barke und Pater Joachim Wernersbach (von links) in der neuen Produktionshalle.
Hans-Josef Scholl, Martin Backes, Marius Weber, Markus Weber, Udo Recktenwald, Jürgen Barke und Pater Joachim Wernersbach (von links) in der neuen Produktionshalle. FOTO: Marion Schmidt
Tholey. Im Tholeyer Industriegebiet konnte der Maschinenbau-Spezialist MZW Weber jetzt eine neue Produktionshalle einweihen. Von Marion Schmidt

Ein Roboter ist der Star in der neuen Produktionshalle der Theleyer Firma MZW Weber. Geschäftsführer und Firmengründer Markus Weber präsentierte bei der offiziellen Einweihungsfeier stolz seine neueste Investition. Die Neuanschaffung des auf Maschinenbau, Zerspannung und Werkzeugbau spezialisierten Unternehmens hat kompakt und platzsparend in der auf 400 Quadratmetern errichteten Halle ihren Platz gefunden. Herzstück der Fräsmaschine eine ausgefeilte Robotertechnik.


2013 hat Markus Weber sein mittelständisches Familienunternehmen als Ein-Mann-Betrieb gegründet. Heute beschäftigt er zwölf Festangestellte und sieben Aushilfen. „Das erste Jahr war nicht immer leicht. Ich wurde aber von vielen Seiten großartig unterstützt“, erinnert sich der Unternehmer an die Anfangszeit. Wirtschaftsstaatssekretär Jürgen Barke (SPD) lobte Webers Unternehmergeist: „Dank für ihren Mut, sich mit eigenem Geld und eigenem Risiko an den Markt zu trauen. Solch ein Engagement unterstützen wird gerne.“ Landrat Udo Recktenwald (CDU) ergänzte: „Familienunternehmen wie das ihre sind ein Paradebeispiel für eine funktionierende Wirtschaft im Landkreis St. Wendel. Bodenständig, am Standort und am Wachstum orientiert. Unternehmen, die sich diesen Werten verpflichtet fühlen, leisten einen Beitrag, dass die Wirtschaft hier bei uns floriert.“ Das Zusammenspiel von lokalen Akteuren, der Gemeinde und der Regierung hätte gestimmt und erfolgreich die Firmenentwicklung begleitet.

Der Landrat erinnerte daran, wie wichtig es sei, dem Facharbeitermangel entgegenzuwirken und die jungen Menschen für die handwerklichen Berufe zu begeistern. Geschäftsführer Markus Weber kann ein Lied davon singen. Denn auch er habe oft Probleme, den richtigen Auszubildenden zu finden. Dabei sei eine klassische Handwerksausbildung ein solides Fundament und bietet viele Entwicklungsmöglichkeiten vom Angestellten bis hin in die Selbständigkeit. Weber selbst habe ganz vorne mit einer Ausbildung zum Dreher angefangen, 2007 seinen Meister im Maschinenbau gemacht und als Betriebsleiter in einem anderen Unternehmen Erfahrungen gesammelt. „Das hochtechnisierte Handwerk gab es damals auch schon. Aber wir haben noch viel in Handarbeit gefertigt“, erinnert er sich an seine Lehrjahre. Markus Weber weiß, dass seine Mitarbeiter ein gutes Fundament seiner Firma sind. Daher stehen regelmäßige und umfangreiche Schulungen bei ihm immer wieder auf der Tagesordnung.



Den Grußworten folgte der geistliche Segen. Und wer hätte dies besser vornehmen können als Pater Joachim Wernerbach. Denn der Tholeyer Benediktinermönch war in seinem früheren Leben selbst Geschäftsführer eines Unternehmens.