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Fußball
Schmelzer will den Kasten sauber halten

Hasborns Tormann Felix Schmelzer versucht, sein Tor sauber zu halten und glänzt immer wieder mit Paraden.
Hasborns Tormann Felix Schmelzer versucht, sein Tor sauber zu halten und glänzt immer wieder mit Paraden. FOTO: B&K / Bonenberger/
Hasborn. Der Torwart des SV Hasborn hat in zehn Partien zehn Treffer zugelassen. Nun muss er sein Können gegen den Spitzenreiter beweisen. Von Frank Faber

Er wirkt konzentriert, unaufgeregt und staucht in der nächsten Sekunde auch mal seine Vorderleute zusammen. Seit Saisonbeginn steht der 20-jährige Felix Schmelzer im Tor des Fußball-Verbandsligisten SV Hasborn. Im Topspiel an diesem Samstag, 15.30 Uhr, gegen Spitzenreiter SG Lebach-Landsweiler muss der Medizinstudent den mit 41 Toren besten Angriff der Spielklasse verarzten. „Wir wollen gewinnen und dann sehen wir erst, in welche Richtung es für uns geht“, sagt Schlussmann Schmelzer.


Der SVH (26 Zähler) belegt momentan zwei Punkte hinter Lebach den zweiten Platz in der Tabelle. „Marpingen und Ballweiler dahinter sind wohl weitere Kandidaten für ganz vorne“, ist er überzeugt. Im Sommer ist Schmelzer vom Saarlandligisten SV Elversberg II nach Hasborn gewechselt. Trainer Pascal Bach, einst selbst für die SVE tätig, hat durchgeklingelt und ihm ein Engagement vorgeschlagen. „Es ging dann alles schnell über die Bühne“, berichtet der in Elversberg wohnende Torwart.

Mit fünf Jahren stand er bereits beim Verein im Heimatort zwischen den Pfosten. Die Trainer Peter Eiden und Dieter Rohe nahmen ihn unter ihre Fittiche, vom B-Jugendregionalligateam machte er gleich den Sprung ins Oberligateam von Timo Wenzel und später Marco Emich, brachte es auf 22 Einsätze, ehe ihn zwei Schulteroperationen stoppten. „Ich habe zwei Jahre nicht spielen können“, blickt Schmelzer auf eine Leidenszeit zurück. Den auslaufenden Vertrag hat die SVE nicht verlängert. Statt Kaiserlinde ist nun Waldstadion angsagt. „Die Verbandsliga war schon eine gute Wahl für mich, um wieder richtig reinzukommen“, meint er. In Hasborn findet der Youngster ein angenehmes Umfeld mit einem familiären Verein, bei dem er sich wohlfühlt. „Wir haben eine junge Mannschaft mit ein paar erfahrenen Führungsspielern“, schaut Schmelzer, der die Nummer 21 auf dem Rücken trägt, optimistisch in die Zukunft. In zehn absolvierten Partien musste er bislang zehn Gegentreffer zulassen. „Beim 4:4 in Bliesmengen habe ich wegen einer Knöchelverletzung nicht spielen können. Ansonsten bin ich bisher zufrieden und kann mir nichts ankreiden“, zieht er ein Zwischenfazit. Im gemeinsamen Torwarttraining mit Tobias Kautenberger sieht er eine gute Perspektive, um sich weiterzuentwickeln. „Das spezielle Training ist sehr wichtig. Die Torhüter sind auch immer in die Trainingsabläufe mit eingebunden“, sagt Schmelzer. Sein Trainer Pascal Bach legt großen Wert darauf, dass er als erster Angreifer den Ball schnell von hinten nach vorne befördert. Noch mehr Präsenz will der groß gewachsene Fänger beim Dirigieren der Abwehrformation im eigenen Strafraum zeigen. „Das ist dann auch oft dem Spiel des Gegners geschuldet. Ich will lautstark die Abwehr vor mir dirigieren, und muss dafür nicht erst 30 Jahre alt werden“, gibt sich der 20-Jährige selbstbewusst.



Mit dem 1:0-Auswärtserfolg am vergangenen Spieltag bei Marpingen-Urexweiler hat sich der SVH eine gute Ausgangsposition für das Gipfeltreffen gegen Lebach verschafft. „Die Vorfreude auf das Spiel ist bei uns riesengroß“, fiebert er dem Verbandsligahit entgegen. Auf Schmelzer wird wohl einiges an Arbeit zukommen, denn Tabellenführer Lebach hat die vergangenen neun Partien allesamt siegreich beenden können.