| 20:22 Uhr

Fußball
Ein Hoffmann-Tor war zu wenig

Steffen Hoffmann (rechts) jagt mit dem Ball Dominik Schommer davon.
Steffen Hoffmann (rechts) jagt mit dem Ball Dominik Schommer davon. FOTO: B&K / Bonenberger/
Hasborn. Fußball-Saarlandligist SV Rot-Weiß Hasborn hat am Samstag vor 150 Zuschauern gegen den Tabellen-Dritten SV Auersmacher mit 1:2 (0:2) den Kürzeren gezogen. Von Philipp Semmler

Fußball-Saarlandligist SV Rot-Weiß Hasborn hat auch im dritten Duell gegen eine Spitzenmannschaft hintereinander keinen Sieg einfahren können. Nach dem 3:6 zu Hause gegen Spitzenreiter TuS Herrensohr vor 14 Tagen und dem 0:0 bei der Spvgg. Quierschied (Vierter) am vergangenen Wochenende setzte es am Samstag eine 1:2-Heimniederlage gegen den Tabellen-Dritten SV Auersmacher. „Uns fehlt einfach noch die Kaltschnäuzigkeit und die Cleverness, um solche Gegner zu bezwingen“, gab SV-Trainer Michael Warschburger nach dem Schlusspfiff zu.


Gegenüber dem torlosen Remis  in Quierschied vor Wochenfrist hatte der Übungsleiter sein Team gegen Auersmacher auf zwei Positionen umgestellt: Für den erkrankten Michael Rauber rückte Nicolas Wilhelm in den Abwehrverbund. Für Gabriel Grasmück, der sich bei einem Arbeitsunfall eine Platzwunde am Kopf zugezogen hatte, spielte Steven Bruni im Mittelfeld von Beginn an.

In der ersten Hälfte fand Hasborn vor 150 Zuschauern überhaupt nicht ins Spiel. „Wir haben die Anfangsphase verschlafen. Da war Auersmacher klar besser. Deshalb haben sie zur Pause auch verdient geführt“, erklärte Warschburger. Beim Seitenwechsel lag das Team von der oberen Saar mit 2:0 vorne. Bereits in der zwölften Minute hatte Sven Schreiber das Führungstor für den Aufstiegs-Anwärter erzielt. Per Volleyabnahme im Anschluss an einen Einwurf von Oliver Bickelmann und einer Kopfballverlängerung von Christoph Fuhr hatte er eingenetzt. Nur elf Minuten später legte Auersmacher das 2:0 nach: Philipp Hoffmann traf im Anschluss an eine Ecke. Kurz zuvor hatten die Gäste noch Pech bei einem Pfostenschuss von Felix Laufer gehabt.

Nach der schwachen ersten Hälfte kamen die Gastgeber besser aus der Kabine. Schon vier Minuten nach dem Seitenwechsel keimte bei Hasborn wieder Hoffnung auf, denn die Hausherren verkürzten auf 1:2. Steffen Hoffmann beförderte die Kugel per Kopf nach einer Flanke von Matthias Thul ins Netz. Danach entwickelte sich ein offener Schlagabtausch. Und in diesem hatte Hasborn durchaus Chancen zum Ausgleich: Thul scheiterte mit einem Kopfball an Gäste-Schlussmann Felix Schworm (70.). Zehn Minuten später verzog Nicolas Wilhelm aus aussichtsreicher Position. Kurz zuvor hatte Jan Klein das Gehäuse knapp verfehlt.

Aber auch auf der anderen Seite wurde es gefährlich: Hasborns Torhüter Christian Reiter verhinderte mit guten Paraden bei Kontern der Gäste mehrmals das vorentscheidende 1:3. Trotzdem meinte Warschburger: „Aufgrund der zweiten Hälfte wäre ein Punkt für uns durchaus drin gewesen.“



Durch die Niederlage rutschte Hasborn von Tabellenplatz 14 auf Rang 15. Der Vorsprung vor dem Abstiegsplatz 16 (bei drei sportlichen Absteigern) beträgt weiter einen Punkt. Dort steht momentan die FSG Ottweiler-Steinbach. Die ist am Samstag um 16 Uhr der nächste Gegner des SV – auf dem Rasenplatz in Steinbach. Eine Woche danach kommt es in Hasborn zum Derby gegen den VfL Primstal.