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Fußball
Decker und VfB Theley trennen sich

Zuletzt wirkte er ratlos: Sieben Spieltage vor Saisonschluss haben sich Fußball-Verbandsligist VfB Theley und Trainer Kai Decker getrennt.
Zuletzt wirkte er ratlos: Sieben Spieltage vor Saisonschluss haben sich Fußball-Verbandsligist VfB Theley und Trainer Kai Decker getrennt. FOTO: Heiko Britz
Theley. Elf Spiele ohne Sieg waren zu viel: Trainer Kai Decker und der VfB Theley haben sich getrennt. Das Interimsgespann Marco Loncar und Timo Atz soll am Sonntag im Heimspiel gegen Bliesmengen die Wende einleiten. Von Frank Faber

Kai Decker ist nicht mehr Trainer beim abstiegsbedrohten Fußball-Verbandsligisten VfB Theley. Die Vereinsführung und der 50-jährige Übungsleiter haben am Mittwoch nach intensiven Gesprächen gemeinsam die Entscheidung getroffen, sieben Spieltage vor Saisonschluss ihre Zusammenarbeit zu beenden. Ab sofort und bis Saisonende werden die beiden ehemaligen VfB-Spieler Marco Loncar (53) und Timo Atz (41) interimsmäßig die Mannschaft übernehmen.


Hauptgrund für die einvernehmliche Trennung ist die anhaltende sportliche Erfolgslosigkeit. Der VfB wartet seit elf Spielen auf einen Sieg und hat mit 23 Punkten auf Tabellenplatz 13 nur zwei Zähler mehr als Schlusslicht Schiffweiler. „Ich kann in der prekären Situation auf mich selbst keine Rücksicht nehmen. Der Verein muss alles probieren, um in der Spielklasse zu bleiben“, sagt Decker ohne Groll. Erst vor der Runde hatte er die Mannschaft von Spielertrainer Nicola Lalla übernommen. Rückblickend gesteht Decker, dass es zwischen ihm und dem Team eigentlich nie richtig gefunkt habe. „Man sollte als Trainer dann auch selbst merken, wenn das Gefühl nicht mehr so da ist, dass man richtig an die Mannschaft rankommen kann. Für mich war das eine ganz neue Erfahrung“, sagt der Trainer, der zuvor sechs Jahre lang erfolgreich den TuS Steinbach betreut hat. Deshalb war mit ihm vor Saisonbeginn eine längerfristige Zusammenarbeit ausgehandelt worden. Doch im zurückliegenden Winter verständigten sich beide Seiten darauf, das Engagement im Sommer zu beenden. Als neues spielendes Trainerduo sind Sebastian Piotrowski, dessen Vertrag bei Oberligist Saar 05 Saarbrücken im Januar aufgelöst wurde, und der Eppelborner Oberligakicker Andreas Oberhauser bereits für die kommende Runde verpflichtet worden. Dann will der VfB noch immer  in der Verbandsliga spielen.

VfB-Sportvorstand Stefan Groß bezeichnet die vorzeitige Trennung von Übungsleiter Decker als „letztes Zeichen an die Mannschaft“. „Es tut schon weh, dass wir diesen Weg gehen mussten“, bedauert Groß. Die Demission des Trainers zum jetzigen Zeitpunkt sei zwar ein schwerer aber auch richtiger Schritt gewesen, um noch einmal einen Impuls setzen zu können. Denn die sportliche Misere hat sich immer mehr zugespitzt. In den bislang sieben Spielen seit der Winterpause, in der Decker vier Abgänge und zuletzt verletzungsbedingte Ausfälle beklagen musste, sind nur drei magere Pünktchen eingesammelt worden. Zuletzt hat es gar zwei schmerzliche Schlappen gegen Schlusslicht Schiffweiler (1:3) und beim Vorletzten Hangard (1:2) gesetzt.



Ausgerechnet im Heimspiel an diesem Sonntag um 15 Uhr gegen Tabellenführer Bliesmengen-Bolchen soll das neue Gespann Loncar/Atz für den Umschwung sorgen. Am Mittwoch hat Atz seine erste Übungseinheit geleitet. Loncar, der früher als Trainer bei den Vereinen in Aschbach, Gronig und Gehweiler auf der Bank saß, weilt noch bis Samstag im Urlaub in Kroatien. „Beide können gut motivieren, kennen die Mannschaft und verkörpern auch den Verein“, erklärt Sportvorstand Groß. Sieben Partien bleiben den beiden, um den Absturz in die Landesliga zu verhindern.

Weiter spielen an diesem Sonntag um 15 Uhr: SG Marpingen-Urexweiler gegen den VfL Primstal II, und der FC Freisen tritt bei der SG Schiffweiler an.