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Schule
Zeitgemäßer Unterricht mit dem Tablet

22 Schüler der Klasse 8i wurden am Cusanus-Gymnasium in einem dreijährigen Pilotprojekt mit iPads ausgestattet, um die Verwendung im Unterricht zu testen und neue Möglichkeiten auszuschöpfen.
22 Schüler der Klasse 8i wurden am Cusanus-Gymnasium in einem dreijährigen Pilotprojekt mit iPads ausgestattet, um die Verwendung im Unterricht zu testen und neue Möglichkeiten auszuschöpfen. FOTO: Ralf Mohr
St. Wendel. Die Digitalisierung startet an den Schulen. Deshalb wird jetzt am Cusanus-Gymnasium eine neue Form des Unterrichts über drei Jahre getestet. Von Ralf Mohr

Seit Beginn des Schuljahrs 2018/19 gibt es am St. Wendeler Cusanus-Gymnasium eine iPad-Klasse. 22 Schüler haben je ein Gerät zur Vor- und Nachbereitung zu Hause sowie in jeder Schulstunde zur Verfügung. Die Geräte inklusive Schutzhülle und Apps für die verschiedenen Unterrichtsfächer werden vom Landkreis St. Wendel als Schulträger gestellt. Landrat Udo Recktenwald (CDU) überzeugte sich vor Ort, wie die neue Technologie bei den Schülern ankommt


„Digitalisierung ist ein ganz herausragendes Thema“, sagte Recktenwald. „Darum bin ich ganz besonders froh, dass es hier am Cusanus-Gymnasium jetzt diese iPad-Klasse gibt.“ 35 000 Euro stecke der Landkreis in das Projekt. 13 000 Euro davon werden über das Kultusministerium gefördert. Insbesondere die W-Lan-Ausstattung und Glasfaserverkabelung seien wichtige Vorbereitungsmaßnahmen, um einen effektiven Betrieb zu gewährleisten. „Unser Bestreben ist es, dies sukzessive an allen Schulen in die Wege zu leiten“, so der Landrat. Am Cusanus-Gymnasium gehe man einen anderen Weg, als beispielsweise am Wendalinum. Dort werden die Lehrer mit Tablets ausgestattet, während man am Cusanus die Schüler mit Endgeräten versorge.

Die Modellphase soll über drei Jahre laufen. In Zukunft müssen vor allem auch noch die Zuständigkeiten zwischen dem Landkreis als Schulträger und dem Ministerium geklärt werden, insbesondere wenn es um die Anschaffung von Programmen und weiterer Ausstattung gehe. „Wir brauchen klare Regeln, wer wofür zuständig ist“, positionierte sich der Landrat.



Was die Versorgung der Schüler künftig mit den nötigen iPads angehe, habe man sich beim Landkreis schon Gedanken gemacht. Recktenwald: „Es kann nicht angehen, dass es eine Zweiklassengesellschaft gibt, in der es Schüler gibt, die sich ein iPad leisten können und andere nicht.“ Seitens des Landkreises sollen dann für soziale Härtefälle entsprechende Endgeräte vorgehalten werden. Digitale Medien seien aber auch nicht alles, fügte der Landrat hinzu. So werde auch in Zukunft noch mit Büchern, Tafeln und anderen schulischen Hilfsmitteln gearbeitet werden. Das iPad sei nur ein weiterer Baustein, um den Unterricht effektiver und zeitgemäßer zu gestalten.

„Das iPad ist eine nützliche Ergänzung, die neue Möglichkeiten bietet, aber die alten Unterrichtsmittel nicht vollständig ersetzen kann“, bemerkte hierzu auch Schulleiter Martin Wagner.