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| 21:50 Uhr

Frühe Hilfen
Wie Fotos Kindern bei der Sprache helfen

Die Kinder haben ihren Spaß bei den Treffen im Unternehmer- und Technologiezentrum in St. Wendel. Da wird gespielt und gekrabbelt, während die Eltern sich informieren und austauschen.
Die Kinder haben ihren Spaß bei den Treffen im Unternehmer- und Technologiezentrum in St. Wendel. Da wird gespielt und gekrabbelt, während die Eltern sich informieren und austauschen. FOTO: Melanie Mai
St. Wendel. Mutter-Vater-Kind-Treff ist ein Teil der Frühen Hilfen im Kreis St. Wendel. Die Teilnehmer besprechen ein Thema pro Monat.

Die Väter sind an diesem Mittwochmorgen im Dezember zu Hause geblieben. Dabei sind sie doch auch angesprochen beim Mutter-Vater-Kind-Treff der Koordinierungsstelle der Frühen Hilfen im Landkreis St. Wendel. Jeden ersten Mittwoch im Monat treffen sich Mütter, Väter und Kinder im Unternehmer- und Technologiezentrum in St. Wendel. Der dortige Konferenzraum wird in der Zeit von 10 bis 11.30 Uhr in ein riesiges Spielzimmer umfunktioniert.  Auf dem Boden liegen bunte Schaumstoff-Matten und Kissen. Die Kinder im Alter bis drei Jahre spielen  miteinander, liegen für sich allein unter dem Spielbogen oder krabbeln  in eine andere Ecke, um sich das Geschehen von dort aus anzusehen.

Als wäre es so geplant gewesen, hat dieser Vater-Mutter-Kind-Treff sogar einen aktuellen Bezug. Gerade bescheinigt die Internationale Grundschul-Lese-Untersuchung (Iglu) den deutschen Kindern eine Lese-Schwäche, da geht es im UTZ um Bücher. Allerdings um Bilderbücher, mit deren Hilfe die Sprache gefördert wird. Das erklärt Kinderärztin Andrea Schönenberger-Mai, die mit den Müttern und Kindern auf dem Boden sitzt. Auch aus eigener Erfahrung als Mutter weiß sie, dass auch Fotoalben als Bilderbücher sehr geeignet sind: „Da gibt es so viel zu erzählen.“ Ebenfalls wichtig im Kleinkindalter: das Singen. „Dabei können sich Kinder die Worte besser merken“, sagt Schönenberger-Mai. Gleiches gelte auch für Fingerreime: „Der Rhythmus hilft den Kindern, die Worte zu behalten.“

Bei jedem Vater-Mutter-Kind-Treff wird ein bestimmtes Thema behandelt (siehe Info). Aber das ist nur der eine Teil der Veranstaltung. Nach den Worten des jeweiligen Experten kommen die Eltern ins Gespräch. Etwa zehn Väter und Mütter sind bei jedem Treffen mit von der Partie, einige sind Stammgäste. Sie nutzen die Gelegenheit, sich zu aktuellen Themen, die ihr Kind gerade betreffen, auszutauschen. Mit anderen Eltern oder auch mit den Experten. Dieser sei der wichtigere Teil, verrät Sarah Bourgett, Sozialpädagogin vom Jugendamt des Landkreises: „Da entstehen schöne Gespräche, da kommen die Probleme auf den Tisch.“ Ernährung, Krankheiten, Impfungen, Schlaf – das sind so die alltäglichen Themen, die die Eltern interessieren. Oft wird darüber in der Gruppe gesprochen, einige Mütter oder Väter suchen aber auch mal das Einzelgespräch. Zum Team der Frühen Hilfen und auch des Vater-Mutter-Kind-Treffs gehören Kinderärzte, Kinderkrankenschwestern, Hebammen und Sozialpädagogen. Sie wissen oft Rat. Und helfen den Eltern damit. „Das Angebot ist niederschwellig und kostenlos“, betont Bourgett.

Ein Blick in die Runde des Treffs. Regelmäßig kommen etwa zehn Mütter und Väter, einige Stammbesucher sind dabei. Sie schätzen die lockere Atmosphäre.
Ein Blick in die Runde des Treffs. Regelmäßig kommen etwa zehn Mütter und Väter, einige Stammbesucher sind dabei. Sie schätzen die lockere Atmosphäre. FOTO: Melanie Mai