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Wenn Bulli das Wetter nicht bestellt...

St. Wendel.

Vorweihnachtliche Stimmung. Die kommt eigentlich von Innen. Aber wenn das Draußen nun gar nicht dazu passen will? Dann, ja dann merken wir, dass das Drinnen und Draußen sich manchmal doch beeinflussen.

Wenn wir für gewöhnlich während des St. Wendeler Weihnachtsmarktes aus dem Fenster der Redaktion schauen, sehen wir Menschenmengen, die sich mit Glühwein oder Crepe in der Hand durch die Gassen schieben. Doch am Freitagmittag herrscht gähnende Leere. Der Wind bläst jegliche Weihnachtsgefühle davon. Alles wirkt trist. Und selbst dass wir in der Mittagspause plötzlich innerhalb von Minuten unser Essen bekommen statt Schlange zu stehen, sorgt nicht für Freude.

Ich kann mich sogar des Eindrucks nicht erwehren, dass die Kamele traurig und mit hängenden Ohren über den Markt ziehen. Vielleicht kann der Drache, den der Eisbildhauer schnitzt, dem Wochenende noch einheizen. Damit mehr los ist und die Händler des Mittelaltermarktes nicht umsonst frieren.

Schon seltsam. Der ehemalige Bürgermeister hatte meist einen guten Draht zum Wetterfrosch. Und nun - der erste Markt ohne Bulli im Chefsessel und schon klappt es nicht mit dem Wetter. … Ein Schelm, der da eine Verbindung sieht ...