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Markt
Funkelndes Lichtermeer in der Vorweihnacht

Lichterketten setzen städtische Gebäude wie hier das alte Rathaus am Schlossplatz in Szene.
Lichterketten setzen städtische Gebäude wie hier das alte Rathaus am Schlossplatz in Szene. FOTO: Bonenberger/Stadt St. Wendel
St. Wendel . In einer Woche beginnt der Weihnachtsmarkt in St. Wendel. Ein Großteil der Dekoration dafür ist schon angebracht und aufgebaut. Von Evelyn Schneider

Es ist eine ganz besondere Atmosphäre, in die St. Wendel während des Weihnachtsmarktes getaucht wird. Dazu trägt auch ein Meer aus Lichtern bei. Wie Leonie Paqué, die bei der Stadtverwaltung für die vier großen Themenmärkte zuständig ist, berichtet, hängen an den städtischen Gebäuden zirka 2000 Meter Lichterketten mit etwa 3500 LED-Birnchen. Aber nicht nur die Häuser tragen den funkelnden Schmuck. „Auch die Bäume werden mit 5500 Metern LED-Lichterketten in Szene gesetzt“, erläutert Paqué. Ein besonderer Blickfang ist dabei die große Tanne vor der Basilika. „Eine Privatperson aus Bliesen hat sie gespendet.“


Wenn der Weihnachtsmarkt in einer Woche am Samstag, 8. Dezember, eröffnet wird, dann ist der Prachtbaum vor dem Gotteshaus nicht der einzige, der diesen typischen würzigen Duft verbreitet und so zum Adventsambiente beiträgt. „Die Kollegen des Friedhofsamtes stellen etwa 650 Tannenbäume auf dem Weihnachtsmarktgelände auf“, weiß Paqué. Mit Hilfe eines 50-Tonnen-Mobilkrans würden die Tannen stehend gefällt, auf einen Laster verladen und schließlich in der Kreis-
stadt in entsprechenden Hülsen wieder aufgestellt.

Die Weihnachtspyramide auf dem Schlossplatz hat bereits ihren angestammten Platz eingenommen, Bühne und Stall auf der Mott, den die Weisen aus dem Morgenland mit ihren Kamelen beziehen werden, sind aufgebaut, ebenso die vielen Holzhäuschen. „170 Teilnehmer werden dieses Mal dabei sein“, verkündet Marktchefin Paqué. Die Zahl der Bewerber war noch höher. Absagen habe sie im kulinarischen Bereich erteilen müssen. „Maximal ein Viertel der Teilnehmer darf Waren zum Verzehr anbieten“, erläutert die Expertin. Qualität und Vielfalt seien der Stadt wichtig; vor allem Budenbetreiber mit einem hochwertigen, am besten noch selbstgemachten Angebot stets willkommen.



„Wir versuchen, unser Konzept von Jahr zu Jahr im Detail zu verbessern und neue Ideen umzusetzen.“ So werden erstmals Märchenerzähler Max Gaudio und das Musikensemble Saitenstreich auf dem Markt auftreten. Ein Wiedersehen gibt es mit dem Theater Feuervogel. „Das war ein vielfacher Wunsch der Besucher“, verrät Paqué. Ebenso, wie zuletzt 2014, werden die Akteure an den Nachmittagen in einer Parade übers Gelände ziehen, an den Abenden gibt es jeweils eine Feuershow.

Änderungen werden am Rentier-Gehege umgesetzt. „Es soll aufgehübscht werden“, kündigt die Marktchefin an. Eine gefälligere Form, neue Leuchten und der Brunnen wird – wenn es das Wetter erlaubt – zum Schneehügel. Um die weiße Winterpracht geht es auch bei der Rodelbahn. „Die Kollegen des Bauhofs haben sie etwas verschmälert“, erläutert Paqué. Dadurch sollen die Kinder mehr Platz haben, um auf dem benachbarten Karussell zu fahren oder sich die Lebende Krippe anzuschauen.

Neun Tage lang, bis zum 16. Dezember, bietet der St. Wendeler Weihnachtsmarkt eine Mischung aus Budenstadt mit kulinarischem, kreativen oder kunstvollem Angebot, Attraktionen zum Betrachten, Mitmachaktionen und einem Programm voller Musik, Magie, Märchen oder Schauspiel. Die Mott ist für den Mittelaltermarkt reserviert, bei dem unter anderem Handwerksleut’ ihr Können präsentieren.

Neben der vorweihnachtlichen Stimmung, die der Markt in St. Wendel verbreitet, ist er auch ein Wirtschaftsfaktor. „Er lockt viele nationale und internationale Gäste in die Stadt. 250 000 Besucher kamen im vorigen Jahr, davon zirka 25 000 Bustouristen“, freut sich Bürgermeister Peter Klär (CDU) über den Besuchermagneten.> Berichte folgen