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Von Sport, Musik und Hobbys

St Wendel. Melanie Mai

Zu Beginn der Diskussion stellten sich die Kandidaten erst einmal selbst vor. "Ich habe etwas Anständiges gelernt", scherzt der 43-jährige Jung und erntet Lachen aus dem Publikum, als er fortfährt: "Ich habe Politikwissenschaften studiert." Schnell wird deutlich, bei dem Ortsvorsteher von Kastel, der seit 2009 Mitglied des Landtages ist, dreht sich fast alles um die Politik. Da müssen die Moderatoren schon nachhaken: Und wie sieht es mit Hobbys aus? Die Politik sei auch sein Hobby , sagte Jung, er spiele aber auch gerne Fußball. Nun aber seit eineinhalb Jahren nicht mehr. Verletzungsbedingt. "Aber ich hoffe, dass ich bald wieder anfangen kann", zeigt sich Jung von seiner sportlichen Seite.

Sportlich ist Recktenwald. Lange habe er aktiv Tennis gespielt, er verfolge aber auch das Geschehen im Fußball, im Volleyball und im Tischtennis. "Leider war es mir nie vergönnt, ein Instrument zu erlernen", bedauert der 52-Jährige. "Wie sieht es mit Singen aus?", will Fuchs wissen. Und erntet ein Lächeln in Recktenwalds Gesicht. Er habe mehrere Chöre bei den Proben besucht - und dort auch mitgesungen. "Rausgeschmissen haben sie mich nicht; das zeugt wohl von den Nachwuchssorgen der Chöre ", nimmt sich der Landrat selbst auf die Schippe. Neben dem Sport sei aber auch der Journalismus seine Leidenschaft. Er studierte Germanistik und Sozialkunde und war vor seiner Zeit als Landrat Regierungssprecher in Saarbrücken.

Jung hat promoviert. Aber legt er Wert auf den Doktortitel? "Ich fühle mich dadurch nicht als besserer Mensch, beruflich war der Titel aber das eine oder andere Mal hilfreich." Und ist er gegen Plagiatsvorwürfe gewappnet? "Meine Doktorarbeit steht seit zehn Jahren im Internet, da mache ich mir keine Sorgen."