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Volleyball
Bliesen kann noch Vizemeister werden

Bliesen. Die Volleyballer des TV Bliesen empfangen am Samstag den SV Fellbach II. Von Philipp Semmler

Drei Wochen hatten die Volleyballer des TV Bliesen in der 3. Liga spielfrei. Nach der Pause fiebern die Akteure jetzt dem Heimspiel an diesem Samstag (20 Uhr, Sportzentrum St. Wendel) gegen den SV Fellbach II entgegen. „Wir sind froh, dass es wieder weitergeht“, sagt Libero Sandy Schumacher. „Auch wenn die Pause allen gut getan hat, um ein paar Wehwechen auszukurieren.“


Das Duell gegen die Reserve des Zweitligisten ist für Bliesen das drittletzte Saisonspiel. Danach empfängt der TV noch Tabellenschlusslicht VI Frankfurt und den – genau wie Fellbach II - abstiegsbedrohten TV Rottenburg II. „Wir wollen alle drei Spiele gewinnen“, kündigt Schumacher an. Denn dann könnte Bliesen sogar noch Vizemeister hinter dem bereits als Titelträger feststehenden TuS Kriftel werden. Aktuell sind die Nordsaarländer Vierter. Der Rückstand auf den Zweiten, den TV Waldgirmes, beträgt aber nur zwei Zähler.

Sollte Bliesen noch einen oder gar zwei Plätze in der Tabelle nach oben klettern, hätte der Club die beste Saison seiner Vereinsgeschichte gespielt. Bislang waren zwei vierte Plätze in den Spielzeiten 2014/15 und 15/16 das beste Resultat.



Aber hat Bliesen derzeit auch das beste Team der Vereinsgeschichte? Schumacher findet: „Von den Einzelspielern her waren wir vor zwei Jahren meiner Meinung nach besser besetzt. Aber was uns diese Saison enorm stark macht, ist ein breiter Kader – und dass wir als Mannschaft sehr geschlossen agieren. Wir konnten alle Begegnungen auf einem konstanten Level durchziehen. Dadurch ist es uns gelungen, auch mal Punkte zu holen, wenn wir nicht unser bestes Volleyball gespielt haben.“

Bei der Mission „beste Saison der Vereinsgeschichte“ setzt der TV auch auf sein Publikum. „Auch diese Saison hatten wir wieder einen Schnitt von 400 Besuchern. Das ist sensationell“, sagt Schumacher. Zumal sich der Libero auch noch an ganz andere Zeiten erinnern kann. Denn der aus St. Wendel stammende Polizeibeamte, der mittlerweile in Saarbrücken lebt, ist der dienstälteste Spieler im TV-Dress. Seit dem Jahr 2000 steht Schumacher für Bliesen auf dem Feld, zunächst bei der Jugend. Als Schumacher vor elf Jahren sein Debüt im Herrenbereich gab, war Bliesen gerade nach einem einjährigen Gastspiel von der Regional- in die Oberliga abgestiegen. Teilweise trug der Club seine Heimspiele damals vor 50 Besuchern aus. „Das ist schon Wahnsinn, wie sich das entwickelt hat“, blickt Schumacher zurück.

Bliesens Gegner, der SV Fellbach II, ist als Tabellensechster derzeit nicht auf einem Abstiegsplatz, muss aber wohl dennoch die Liga am Saisonende verlassen. Der Grund: Die erste Mannschaft des Clubs wird wohl aus der 2. Liga in die 3. Liga absteigen.