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Unterhaltungsgruppe feiert Geburtstag
Zum Schnapszahl-Jubiläum gibt’s Theater

Eine der Veranstaltungen der Unterhaltungsgruppe Hoof: Im Kulturhoof wurde drei Mal ein mörderischer Krimi mit dem Titel „Teufelsbrut“ samt Dinner geboten – ein großer Erfolg.
Eine der Veranstaltungen der Unterhaltungsgruppe Hoof: Im Kulturhoof wurde drei Mal ein mörderischer Krimi mit dem Titel „Teufelsbrut“ samt Dinner geboten – ein großer Erfolg. FOTO: Daniela Strasser
Hoof. Es begann als hoffnungsloser Fall, aber die Kritiker lagen falsch. Seit 44 Jahren existiert die Unterhaltungsgruppe Hoof. Von Frank Faber

Vor 44 Jahren haben sich Hoofer Bürger ihre Gedanken gemacht, wie das kulturelle Dorfgeschehen aufblühen könnte. Sie gründeten einen Ski-Club, danach den Wanderclub – allerdings ohne Erfolg. Dies waren damals die ersten Ausläufer der heutigen Unterhaltungsgruppe (UHG) Hoof. Als tot geborenes Kind ist der UHG keine lange Lebensdauer prophezeit worden. Die Kritiker im Dorf lagen völlig falsch: Der Verein existiert noch immer und feiert mit mehreren Veranstaltungen seinen vier mal elften Geburtstag.


Hansi Hoffmann hat 1975 den Vorsitz übernommen und die UHG, seinerzeit noch ein loser Zusammenschluss mehrerer Ortsvereine, führte bei einer Weihnachtsfeier das Stück „Großvater Becker und sein Enkel“ auf. Zur Fastnachtszeit wurde der erste Heema-Bü-Ba, ein Heemer Bühnen- und Maskenball, veranstaltet. Die Gründungsversammlung als eigenständiger Karnevals- und Kulturverein war 1994. Bernd Kunz wurde damals zum Vorsitzenden gewählt, und nun, im Jubiläumsjahr, heißt der Vereinschef Marc Ritter, der ist drei mal elf Jahre alt. „Wir sind noch immer ein Karnevalsverein“, stellt Ritter klar.

Vor elf Jahren hat die UHG ihren Geburtstag mit den Festspielen „Charlie-Chaplin-Golden“ gefeiert. „Bei vier mal elf Jahren wollten wir ein Theaterjahr gestalten“, sagt Ritter. Am 11.11. des Vorjahres ist die UHG erstmals mit einer Jugendtheater-Aufführung „Seetang in der Hose“ in die närrischen Feierlichkeiten des 44-jährigen Vereinsbestehens gestartet. „Es waren 20 junge Darsteller aus dem gesamten Ostertal auf der Bühne, die Vorstellung kam gut beim Publikum an“, berichtet Ritter. Im Mai ist vom Verein dann in mehreren Gängen das erste Heemer Krimi-Dinner „Teufelsbrut“ serviert worden. „Wir wollten mal was Neues machen, es war eine Topveranstaltung“, schwärmt Ritter. Alle Besucher im Kulturhoof waren bei der Gelegenheit dem Mörder auf der Spur.



In dem Veranstaltungszentrum hat die UHG mittlerweile völlig neue Möglichkeiten, sich kreativ zu entfalten. „Wir haben zwei Räume, der Kulturhoof ist für uns Gold wert“, sagt der Vorsitzende. Bei den Fastnachtsveranstaltungen wirken mehr als 80 Akteure mit, was zuvor im Saal der Fischersch Wirtschaft in dieser Größenordnung nicht realisierbar war. Beim Vatertagsfest und dem Martinsumzug ist die UHG dabei und zudem organisiert sie ein Jugendzeltlager, an dem 50 Jugendliche teilnehmen. Vom 29. September bis 2. Oktober wird der große Abschluss des Theaterjahres gefeiert. Im Kulturhoof wird der Dreiakter „Einer spinnt immer“ aufgeführt. Die Posse sollte früher schon einmal im ehemaligen Gasthaus Gerhart präsentiert werden. „Seit einem knappen Jahr sind wir intensiv am Proben“, sagt Ritter, der in einer besonderen Rolle zu sehen sein wird.

Für die Veranstaltung am Sonntag, 30. September, 18 Uhr, bietet der Verein einen Fahrdienst für Senioren an. Nach Abschluss des Feierjahres beginnt für die UHG die Vorbereitung für die Fastnachtssession. „Wir wollen weiter versuchen, junge Menschen für den Verein zu gewinnen“, hat sich Ritter zum Ziel gesetzt. Die Mitgliedschaft ist beitragsfrei, und das soll auch so bleiben.