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Mysteriöses Verschwinden
Polizei sucht mit Drohne und Hund nach Unfall-Fahrer

 Diesen total zerstörten Wagen haben die Einsatzkräfte am Unfallort vorgefunden. Von dem Fahrer fehlte jedoch jede Spur.
Diesen total zerstörten Wagen haben die Einsatzkräfte am Unfallort vorgefunden. Von dem Fahrer fehlte jedoch jede Spur. FOTO: Dirk Schäfer
St. Wendel. Einen auf dem Dach liegenden Audi hat ein Verkehrsteilnehmer zwischen St. Wendel und Werschweiler entdeckt. Von dem Fahrer des Unfallwagens fehlt jede Spur. Von Sarah Konrad

Der Alarm erreicht die Einsatzkräfte in der Nacht auf Sonntag. Gegen 1.50 Uhr entdeckt ein Autofahrer auf der Landstraße 131 zwischen St. Wendel und Werschweiler im Straßengraben einen auf dem Dach liegenden Audi.


Polizei, Rettungsdienst und Feuerwehr eilen zum Unfallort. „Wir sind davon ausgegangen, dass wir dort eine eingeklemmte Person auffinden würden. Das wurde uns zumindest gemeldet“, sagt Feuerwehr-Sprecher Dirk Schäfer. Doch der Wagen ist leer. Vor Ort entdecken die Einsatzkräfte lediglich einen völlig zerstörten Audi A6 Avant, zugelassen im Saar-Pfalz-Kreis.

„Nach erster intensiver Lageerkundung konnte sicher festgestellt werden, dass sich niemand mehr im Inneren des Wagens befand“, erklärt Schäfer. Die Einsatzkräfte starten eine groß angelegte Suchaktion. Sie wollen sichergehen, dass der Vermisste nicht aus dem Wagen geschleudert wurde und irgendwo im Unterholz liegt.



Ein Suchhund der Polizei wird zur Unterstützung angefordert und zum Unfallort gebracht. Eine mit Wärmebildkamera ausgestattete Drohne des Katastrophenschutzes des Landkreises kommt ebenfalls zum Einsatz. Die Feuerwehr sichert die Einsatzstelle ab, leuchtet diese aus und hilft bei der Personensuche. „Doch diese muss nach zirka zwei Stunden ergebnislos abgebrochen werden“, sagt Schäfer.

In dieser Zeit hat sich die Polizei bemüht, die Identität des Fahrers zu ermitteln. Wie ein Polizei-Sprecher mitteilt, habe man die Ehefrau erreicht. Sie gab an, dass ihr Mann mit dem Auto unterwegs war. Von dem fehlt jedoch jede Spur. „Wir haben den Fahrzeugführer bisher noch nicht gefunden“, erläutert der Polizei-Sprecher. Er geht davon aus, dass der Fahrer nach dem Unfall das Weite gesucht hat und sich noch melden wird.

Der genaue Unfallhergang ist derweil noch nicht bekannt. Feuerwehr-Sprecher Schäfer vermutet, dass der Fahrer wohl aus Richtung St. Wendel kommend in einer leichten Linkskurve von der Straße abgekommen ist. „Er überschlug sich, rutschte in den Graben und blieb auf dem Dach liegen“, beschreibt er weiter. Während der Suchaktion und der Bergung des Autos war die L131 für zirka zwei Stunden in diesem Bereich voll gesperrt.

Im Einsatz waren: Löschbezirk St. Wendel-Kernstadt, Notarzt, Rettungswagen DRK-Wache St. Wendel, Sondereinsatzmittel Drohne Landkreis St. Wendel, Polizei-Suchhund sowie die Polizei aus St. Wendel.

 Die Feuerwehrleute suchten den Unfallort ab. Auch eine Drohne und ein Suchhund wurden angefordert, um die Such-Aktion zu unterstützen.
Die Feuerwehrleute suchten den Unfallort ab. Auch eine Drohne und ein Suchhund wurden angefordert, um die Such-Aktion zu unterstützen. FOTO: Dirk Schäfer
 Diesen total zerstörten Wagen haben die Einsatzkräfte am Unfallort vorgefunden. Von dem Fahrer fehlte jedoch jede Spur
Diesen total zerstörten Wagen haben die Einsatzkräfte am Unfallort vorgefunden. Von dem Fahrer fehlte jedoch jede Spur FOTO: Dirk Schäfer