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Tennis
Titelverteidiger sieht sich nicht als Favorit

Simon Junk triumphierte Anfang Februar bei den Hallen-Meisterschaften klar im Finale gegen Moritz Pfaff. Seitdem hat er aber kaum noch gespielt.
Simon Junk triumphierte Anfang Februar bei den Hallen-Meisterschaften klar im Finale gegen Moritz Pfaff. Seitdem hat er aber kaum noch gespielt. FOTO: Peter Franz
Winterbach. In Winterbach werden bis zum Sonntag die Tennis-Saarlandmeister ermittelt. Simon Junk hat noch Trainingsrückstand. Von Frank Faber

Die zurückliegenden Wochen waren für den amtierenden Tennis-Saarlandmeister Simon Junk stressig hoch drei. Aber das nicht vorne am Netz, sondern hinter den Büchern. Nach der Mathe-Abiturprüfung folgt nun noch das mündliche Abi, dann geht es für den 19-Jährigen auf dem Tennisplatz wieder richtig los.


Bei den Landesmeisterschaften, die bis Sonntag auf der Anlage des TC Winterbach ausgespielt werden, sieht sich der an Nummer eins gesetzte Marpinger keineswegs als Favorit. „Nach dem Titel in der Halle habe ich nur noch ein paar Turniere gespielt. Ich habe auch nur eingeschränkt trainieren können und einfach nur versucht, mein Niveau zu halten“, erzählt Junk. Dagegen konnten sich seine ambitionierten Meisterschaftskonkurrenten Lars Johann und Milan Welte (beide vom TZ DJK Sulzbachtal) sowie Vorjahresfinalist Moritz Pfaff (TC Rotenbühl) bei einem Trainingslager in Spanien vorbereiten. „Die sind alle ehrgeizig und heiß, wenn wir dann gegeneinander auf dem Platz stehen, schenken wir uns nichts“, weiß Junk, der versuchen will, über die Spiele seine Form zu finden.

Die Landesmeisterschaft ist daher für ihn vor allem auch ein Aufbauturnier für die am 27. Mai beginnende Oberliga-Saison mit der SG Nordsaar. „Da wird es für uns viel schwerer als im vergangenen Jahr. Wir wollen die Spielklasse halten. Ohne Niederlage –  wie in der Saarlandliga – werden wir da nicht durchkommen“, meint Junk. Mit der weiteren Oberliga-Zugehörigkeit in der Tasche will er dann so richtig abheben. Ab August, spätestens aber ab Januar plant Junk ein Sportstudium in den USA zu beginnen. „Das wäre richtig cool, wenn das alles klappen würde und ich neben dem Studium noch College-Tennis spielen könnte. Eine ganz spannende Sache, die auch etwas von einem Abenteuer hat“, erzählt er.



Zunächst freut sich Junk darauf, in Winterbach ans Netz zu gehen. „Das ist schon ein Heimvorteil für mich und die Unterstützung ist dort ziemlich groß“, schwärmt er. Im Vorjahr hatten 150 Zuschauer Junks 6:4 und 7:5-Endspielerfolg  über Pfaff verfolgt.

Turnierleiter Dieter Schwan vom ausrichtenden TC Winterbach ist mit den diesjährigen Meldungen zufrieden, gespielt wird auf sechs Plätzen. „Die saarländische Spitzenklasse ist am Start. Wir haben ein klasse Teilnehmerfeld, das wird ein gutes Turnier“, erwartet Schwan Spiele auf hohem Niveau. Die garantiert auch Sarah Müller (TC Schwarz-Weiß Merzig) in der weiblichen Konkurrenz. Die 14-jährige Titelverteidigerin aus Wadgassen ist deutschlandweit die beste Tennisspielerin ihres Alters. Sie hat sich in der Akademie Mouratoglou im französischen Biot auf die Saison vorbereitet und wird auch bei ITF-Turnieren an den Start gehen.