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Tischfußball
Bis Sonntag rappelt es richtig in der Kiste

Reihenweise Tore: Das Sportzentrum St. Wendel wird bis Sonntag zur großen Tischfußball-Arena. Die Tische stellt der Hersteller Leonhart.
Reihenweise Tore: Das Sportzentrum St. Wendel wird bis Sonntag zur großen Tischfußball-Arena. Die Tische stellt der Hersteller Leonhart. FOTO: B&K / Bonenberger/
St. Wendel. Zum dritten Mal kämpfen Tischfußballer aus aller Welt in St. Wendel bei der World Series um Medaillen, Meistertitel und mehr als 30 000 Euro Preisgeld. Am Start sind auch Vanessa Heisel vom TFC Roden und der Limbacher Maurice Klass. red

Es ist mittlerweile das größte Tischfußball-Turnier Deutschlands: Mehr als 570 Spieler aus 22 Nationen kämpfen in St. Wendel bei der „World Series by Leonhart“ und beim Nationen-Cup um Medaillen und Meistertitel. Bis zum Sonntag geht es im Sportzentrum der Kreisstadt hoch her. Ausrichter der Veranstaltung ist der TFC St. Wendel. Die Tische stellt der Hersteller Leonhart.


Die Faszination der Sportart liegt für den Vorsitzenden des TFC nicht allein in den Wettkämpfen. Tischfußball sei Völkerverständigung, denn am Tisch sprächen alle die Sprache des Sports. „Tischfußball fördert die Gemeinsamkeit und nicht das Gegeneinander und trägt viel zu einem friedlichen Miteinander durch alle gesellschaftlichen Schichten hindurch bei“, erklärt Eduard Schlaup.

Und das St. Wendeler Turnier begeistert dabei immer mehr Spieler. Das bestätigen die steigenden Teilnehmerzahlen. 2016 waren es noch 470 Kicker, im vergangenen Jahr bereits 550 – und nun 570.



Während der Wettkampftage erwartet die Besucher laut Veranstalter hoch präziser und mentaler Spitzensport, aber auch viel Kicker-Spaß. Insgesamt werden diesmal in den Kategorien Herren, Damen, Senioren (Ü 50), und Junioren (U 18) 24 Titel und 30 000 Euro Preisgeld ausgespielt. Die Spiele beginnen jeweils um 9.30 Uhr und enden abends gegen 20 Uhr mit den Finalspielen. Doch nicht zur Zugucken ist angesagt, es kann auch selbst gekickert werden. Die Besucher können das Spiel probieren. Für Freizeit- und Hobbyakteure und alle, die es mal werden wollen, werden Jedermann-Turniere angeboten.

Ein Höhepunkt werden auch die erstmals angebotenen Rollstuhl-Disziplinen und der Nationen-Cup sein, die innerhalb der World Series am Samstag und Sonntag ausgetragen werden. Für die Rollstuhlfahrer werden drei modifizierte Tischkicker aufgebaut, die ein Unterfahren des Tisches ermöglichen und dem sitzenden Spieler einen besseren Überblick über das Spielfeld ermöglichen.

Der Nationen-Cup ist ein internationales Einladungsturnier für die Nationalmannschaften des Weltverbandes ITSF (International Table Soccer Federation). Hierbei starten die besten Damen-, Junioren- und Herren-Mannschaften zu einem spannenden Wettkampf um den höchsten Titel des Tischfußball- Mannschaftsports.

Die im internationalen Bereich noch junge Sportart hat im Saarland schon eine lange Tradition, denn der Saarländische Tischfußball-Verband ist mehr als 50 Jahre alt – und damit der älteste Verband Deutschlands und auch weltweit einer der ältesten. Aus dem Saarland sind unter anderem die Brüder Josef und Claus Cornelius vom OTC Ottweiler in der Senioren-Nationalmannschaft am Start, Vanessa Heisel vom TFC Roden spielt in der Damen-Nationalmannschaft. Bei den Junioren gehört der Junioren-Nationalspieler Maurice Klass aus Limbach als deutscher Meister der Junioren-Bundesliga und amtierender Weltmeister in der Disziplin Speedball sogar zum Favoritenkreis.

Auch die St. Wendeler Jennifer Veith und Sebastien Meckes rechnen sich gute Chancen aus – im Mixed. Dort hatten die beiden im Frühjahr schon das World-Series-Turnier des Tischherstellers Bonzini in Frankreich gewonnen.