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Technisches Hilfswerk
THW St. Wendel hilft tatkräftig beim Moorbrand in Meppen

Die Medienexperten des St. Wendeler THW, Markus Tröster und Kathrin Becker, sind seit Samstag in Meppen im Einsatz.
Die Medienexperten des St. Wendeler THW, Markus Tröster und Kathrin Becker, sind seit Samstag in Meppen im Einsatz. FOTO: Marcel Edelmann
Meppen/St. Wendel. (red) Die Medienlage nach dem Moorbrand im niedersächsischen Meppen ist riesig. Täglich kommen Dutzende Medienvertreter an die Einsatzstellen und wollen Informationen zur Lage. Um diese Flut an Anliegen zu bedienen, sind zwei Medienexperten des St. Von red

Wendeler THW, Kathrin Becker und der Ortsbeauftragte Markus Tröster, seit Samstag im Schadensgebiet. Zusammen mit weiteren vier Mitgliedern des THW-Media-Teams sind sie täglich viele Stunden im Einsatz, geben Interviews und beantworten die Fragen der Journalisten. Der Moorbrand schwelt seit dem 3. September auf dem Gelände der Wehrtechnischen Dienststelle 91 der Bundeswehr.


Während die Einsatzkräfte des THW in Schichtsystemen rund um die Uhr arbeiten, sind auch Anwohner und Bürger nicht tatenlos geblieben. Hilfsangebote und Unterstützung erreichen die Helfer täglich. An einigen Anlaufstellen biegen sich die Tische unter der Last diverser Kuchen, Torten und Süßigkeiten. Darüber hinaus sammeln Anwohner in der Umgebung Geld und richten davon ein Grillfest aus, bei dem die Helfer kostenfrei versorgt werden. Essenspenden werden an Versorgungsstellen abgegeben, zum Beispiel 1800 Eier. Eine Gruppe formiert sich, organisiert sich über soziale Medien und sammelt im großen Stil alles, was in einem solchen Einsatz gebraucht werden könnte.

Andere Anwohner bieten ihr Zuhause als Unterkunft für die Einsatzkräfte an. „Es ist berührend, wenn eine wildfremde Frau auf einmal mit dem Auto anhält und fragt, ob sie uns irgendwie helfen kann“, berichtet Kathrin Becker, THW-Helferin aus dem Ortsverband St. Wendel. „Sie hat angeboten, dass wir zu ihr kommen und uns dort ausruhen können. Sie schätzt unsere Arbeit sehr. Wir sind jederzeit gerne für andere Menschen da, deshalb haben wir uns für dieses Ehrenamt entschieden. Wenn wir solche Reaktionen erleben dürfen, dann motiviert das enorm – und geht ans Herz.“



Die Hilfsangebote sind vielfältig und individuell, so bietet die Kirchengemeinde in Stavern einen Blaulichtgottesdienst an. Täglich gehen Dankesschreiben an verschiedenen Stellen ein. Die Helfer werden dabei als Helden bezeichnet, erzählt Markus Tröster.

Die Versorgung der THW-Helfer ist auch ohne Spenden der Bevölkerung sichergestellt. Das THW hat aufgrund des Einsatzes neben einer regelrechten Zeltstadt auch mobile Werkstätten, Feldküchen und alles, was in einem derartigen Einsatz gebraucht wird, vor Ort nach und nach installiert.

„Trotzdem tut es gut, einen derartigen Rückhalt aus der Bevölkerung zu spüren. Es geht nicht um den Kuchen, sondern um die Wertschätzung, die damit verbunden ist“, meint Kathrin Becker und ergänzt mit einem Lachen: „Ich glaube, es ist allen Helfern recht, wenn diese Wertschätzung in Naturalien ausgedrückt wird.“