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Tennis
Das Wetter zwingt die Tennisspieler in die Halle

Tom Schönenberg aus Velbert siegte in St. Wendel in drei Sätzen.
Tom Schönenberg aus Velbert siegte in St. Wendel in drei Sätzen. FOTO: B&K / Bonenberger/
St. Wendel. Vorjahressieger entthront: Ex-Bundesliga-Spieler Tom Schönenberg gewinnt die vierte Auflage der St. Wendel Open. Von Frank Faber

Endstation Halbfinale: Die saarländischen Tennis-Asse Milan Welte und Marlon Vankan haben bei den vierten Tennis-Open in St. Wendel die Endspielteilnahme verpasst. Wegen des Unwetters mussten die Matches am Sonntag in die Halle verlegt werden.


Bei den Herren entthronte Tom Schönenberg den Vorjahressieger Patrick Zahraj (TEVC Kronberg) mit 7:6, 3:6 und 6:3. Zuvor hatte der Saarbrücker Vankan (TC Rotenbühl) gegen den aus Duisburg stammenden Schönenberg mit 3:6 und 3:6 den Kürzeren gezogen. „Ich habe alle wichtigen Punkte gemacht. Mein Gegner hat gegen Ende aber auch über Knieprobleme geklagt“, sagte Ex-Bundesligaspieler Schönenberg.

Im zweiten Semifinale schied Welte (TC Sulzbachtal) gegen Vorjahres-Gewinner Zahraj mit 6:7 und 4:6 aus. „Der Wechsel von draußen in die Halle war für mich nicht so einfach“, erklärte Welte. Dadurch sei das Spiel extrem schnell geworden. Am Gewinn des ersten Satzes schnupperte Welte, in Satz zwei setzte sich das druckvolle Spiel von Zahraj dann durch.



Schönenberg, der für den Netzballverein 1898 Velbert spielt, verkroch sich vor dem Endspiel mit einem Buch in die Ecke. „Für mich ist es hier bislang absolut reibungslos gelaufen. Mittlerweile spiele ich ja nur noch ein paar ausgesuchte Turniere, arbeite mehr als Trainer“, erzählt Schönenberg. Seinen Gegner kannte er nur vom Namen. „Ich habe aber bei einem seiner Spiele kurz gesehen, dass er einen guten Aufschlag hat“, sagte der Duisburger.

Im ersten Satz brachten beide ihren Aufschlag durch, Schönenberg sicherte sich am Ende den Durchgang im Tie-Break. Satz zwei ging klar mit 6:3 an Zahraj, ehe Schönenberg den dritten Satz mit 6:3 dominierte und den Turniersieg feierte.

In der Damenkonkurrenz setzte sich die an Nummer eins gesetzte Lea Gasparovic (TC Aachen) in Endspiel mit 5:7, 6:1 und 6:3 gegen die Ludwigshafenerin Sarah Nikocevic durch. Saarlandmeisterin Sarah Müller (TC Merzig) war im Turnierverlauf an der späteren Siegerin gescheitert.

Turnierleiter Pavel Miksovsky war mit der vierten Auflage der Veranstaltung zufrieden. „Das Wetter und die Verlegung der Spiele in die Halle hat uns einige Zuschauer gekostet“, bedauerte er jedoch. Mit 60 Herren und 32 Damen verzeichnete Veranstalter TC Blau-Weiß St. Wendel ein neues Rekord-Meldeergebnis. „Über vier Tage war das Turnier hervorragend organisiert“, fand Turniersieger Schönenberg.