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| 17:27 Uhr

Tempokontrolle: Autofahrer tickt völlig aus

Nicht jeder Autofahrer nimmt Kontrollen auf die leichte Schulter. In St. Wendel rastete einer völlig aus. Archivfoto: Patrick Seeger/dpa
Nicht jeder Autofahrer nimmt Kontrollen auf die leichte Schulter. In St. Wendel rastete einer völlig aus. Archivfoto: Patrick Seeger/dpa
St Wendel. Städtische Bedienstete wussten sich keinen Rat mehr und riefen während einer Geschwindigkeitskontrolle Polizisten zu Hilfe. Was die erlebten, ist hanebüchen. Schließlich mussten sie einen St. Wendeler überwältigen. Matthias Zimmermann

Dass Autofahrern Geschwindigkeitskontrollen nicht sonderlich zusagen, ist sicherlich kein Geheimnis. Dass sie sich, wo unauffällig möglich, auch gegenseitig davor warnen, nichts Neues. Doch ein Mann hat in St. Wendel damit die Aufmerksamkeit nicht nur Gleichgesinnter auf sich gezogen.

Wie ein Sprecher der St. Wendeler Polizei berichtet, nahm die ganze Sache am Montag gegen 13.30 Uhr seinen Lauf. In der Kurhausstraße hatten städtische Mitarbeiter die mobile Radarfalle aufgebaut. Recht ungewöhnlich benahm sich derweil ein St. Wendeler nahe der Kontrollstelle, was die Bediensteten dazu bewegte, die Polizei hinzuzubitten. Als die Kollegen an Ort und Stelle eintrafen, kam auch der sich ungewöhnlich verhaltende Fahrer mit seinem Wagen vorbei.

Tür verriegelt

Die Ermittler stoppten ihn, um ihn und sein Auto zu inspizieren. Das wollte der 52-Jährige aber nicht über sich ergehen lassen. Flugs verriegelte er von innen die Türen seiner Karosse. Er öffnete indes einen Spalt breit das Fenster. Dies nutzte ein Polizist aus, griff hinein und entriegelte die Tür.

Damit war die Sache aber noch nicht geritzt. Denn ein Ordnungshüter erspähte einen einer Pferdepeitsche ähnlichen Schlagriemen. Den wollte sich der Beamte schnappen, um einen etwaigen Übergriff auf ihn abzuwehren. Damit war er nicht in Sicherheit. Denn nun griff der Autofahrer nach seinem Fotoapparat und schleuderte ihn dem Polizisten entgegen. Nur knapp verfehlte das Wurfgeschoss den Ermittler .

Der Kontrollierte geriet nun komplett außer sich. Der kaum zu bändigende Mann musste überwältigt werden. Unter heftigem Widerstand brachten ihn die Beamten zur Wache. Auch dort ließ er nicht locker und steigerte sich weiterhin in seine Rage.

Suche nach Ursache

Die Folge: Ein Arzt, der herbeigerufen worden war, stellte fest, dass der Autofahrer mittlerweile gesundheitlich so angeschlagen war, dass er ins Krankenhaus nach Ottweiler gebracht werden musste. Unterdessen rätselt die Polizei , wieso der St. Wendeler dermaßen während der eigentlichen Routinekontrolle so aus der Haut fuhr.