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| 19:11 Uhr

Süßer Fuchs überträgt bösen Bandwurm

Füchse können Bandwürmer übertragen. Foto: Leonhardt/dpa
Füchse können Bandwürmer übertragen. Foto: Leonhardt/dpa FOTO: Leonhardt/dpa
St Wendel. Sie sind nur einige Millimeter lang, können aber dem menschlichen Körper erheblich zusetzen: Die Rede ist von Bandwürmern, die durch Füchse übertragen werden. Zum Schutz ist Hygiene oberstes Gebot. red

Seit Ausrotten der Tollwut hat sich die Zahl der Füchse in den vergangenen 20 Jahren in Deutschland drastisch erhöht, warnt die Kaufmännische Krankenkasse (KKH) in einer aktuellen Mitteilung. Es sei keine Seltenheit, einen Fuchs beim Herumstreifen heute auch inmitten von Städten und Ortschaften zu entdecken. Ein Großteil der Füchse ist mit dem Fuchsbandwurm infiziert. Damit steigt das Risiko, sich mit der für den Menschen lebensbedrohlichen Fuchsbandwurmerkrankung zu infizieren. Tendenziell steigt die Infektionsrate demnach bundesweit. Übertragen wird der Fuchsbandwurm über die Beute eines Tieres. Hat zum Beispiel ein Fuchs eine infizierte Feldmaus gefressen, entwickeln sich im Darm des Fuchses die einige Millimeter langen Würmer, heißt es weiter. "Eine Übertragung auf den Menschen findet durch versehentliches Verschlucken der Wurmeier statt - über schmutzige Hände durch Kontakt mit Ausscheidungen ober über verunreinigte Lebensmittel wie Beeren", erklärt Heiko Raber vom KKH-Serviceteam in Neunkirchen/Saar.

Neben Füchsen können auch Hunde und seltener Katzen die Infektion übertragen, wenn sie eine infizierte Maus gefressen oder auch Fuchskot aufgenommen haben. Die Fuchsbandwurmerkrankung kommt hierzulande sehr selten vor. Laut dem Bundesverband deutscher Internisten stammen mehr als 60 Prozent der Menschen, die sich in den vergangenen Jahren in Deutschland damit infizierten, von der Schwäbischen Alb, der Alb-Donau-Region, Oberschwaben und dem Allgäu. In anderen Regionen wie dem Saarland tritt die Krankheit nur sporadisch auf.

Die Symptome sind unterschiedlich, reichen von Schmerzen im Oberbauch, über Schlappheit, Gewichtsverlust, Fieber und Blutarmut bis hin zu Gelbsucht und Leberzirrhose. Etwa zwei Monate nach dem Kontakt mit Wurmeiern ist die Infektion per Bluttest feststellbar. Wird die Erkrankung früh erkannt, können die Finnen operativ entfernt oder per Punktion abgetötet werden.

Ist der Befall weit fortgeschritten, erhält der Patient lebenslang eine Chemotherapie. Unbehandelt führt eine Fuchsbandwurmerkrankung häufig zum Tod, so die KKH weiter.

"Vorbeugende Maßnahme Nummer eins gegen die gefährliche Infektion ist eine einwandfreie Hygiene ", sagt Heiko Raber. Das heißt: Obst und Gemüse aus dem Garten oder Wald soll man nur essen, nachdem es vorher gründlich gewaschen wurde. Völlig unbedenklich ist demnach der Verzehr von Waldbeeren, wenn man daraus Marmelade kocht. Nach dem Kontakt mit Erde soll man sich die Hände gründlich mit Seife und Wasser waschen. Hunde- und Katzenbesitzer sollten ihre Vierbeiner unbedingt regelmäßig entwurmen lassen.