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Leserbrief
Strecke ist sehr wohl breit genug

Zum Artikel „Verschiedene Radweg-Ansichten“ (SZ vom 21. Februar) Von red

Es ist schon bedauerlich, wie beharrlich der Landkreis St. Wendel die Diskussion mit den Befürwortern um den Erhalt der Hochwaldbahn verweigert. Noch bedenklicher ist aber, dass der Landkreis und insbesondere Martina Scheer von der Tourist-Info öffentlich Falschinformationen streuen, um die Bevölkerung über die Vorteile eines Bahnerhalts hinweg zu täuschen. Die Strecke ist nämlich entgegen der (falschen) Aussage von Frau Scheer auf fast voller Länge breit genug und geeignet für eine Synergie von Bahn und Rad – denn im Gegensatz zu ihr und Landrat Recktenwald habe ich kürzlich an einer öffentlichen Begehung der Strecke teilgenommen. Das ist schade, denn mit einer Argumentation mit falschen Fakten macht sich die Politik unglaubwürdig – und eine Verweigerung der direkten, sachlichen Auseinandersetzung mit den zahlreichen Befürwortern und Organisationen schadet dem Bild unserer Demokratie. Aber es ist wie in vielen anderen Themen auch: Wo unsere gewählten Vertreter eigentlich mit gutem Beispiel vorangehen sollten, treibt man den Bürger stattdessen hocheffizient in die Fänge „alternativer“ Parteien, die besseres versprechen. Mit dem Abriss der Bahnstrecke ginge eine großartige Möglichkeit für die Entwicklung der gesamten Region zugrunde.