| 19:52 Uhr

St. Wendeler Land: Diebe kommen seltener zum Zug

Wohnungseinbrüche: Deren Zahl stieg 2015 laut Polizei marginal. Symbolfoto: Daniel Maurer/dpa
Wohnungseinbrüche: Deren Zahl stieg 2015 laut Polizei marginal. Symbolfoto: Daniel Maurer/dpa
St Wendel. Wie hoch ist die Gefahr, Opfer eines Wohnungseinbruchs zu werden? Die Antwort auf diese Frage ist ausschlaggebend für das Sicherheitsgefühl. Im Landkreis St. Wendel stagniert die Zahl der Einbrüche. Matthias Zimmermann

Die Zahl der Diebstähle im St. Wendeler Land ist gesunken. Das berichtet ein Sprecher der St. Wendeler Polizeiinspektion. Dabei beruft er sich auf die jüngste Kriminalitätsstatistik für 2015. Demnach verzeichneten die Ermittler innerhalb von zwölf Monaten 635 Fälle. Von einem "deutlichen Rückgang" gegenüber dem Vorjahr spricht Polizeichef Martin Walter. Denn 2014 sollen seine Kollegen noch 886 derartiger Vergehen registriert haben. Das entspricht einem Minus von mehr als 28 Prozent binnen eines Jahres.



Zu diesen Fällen gehörten laut Auskunft des Polizeirats einfache Diebstähle. Das bedeute: Die Täter mussten sich nicht sonderlich anstrengen, um an ihre Beute zu gelangen. Das kann beispielsweise der Griff nach einem arglos liegen gelassenen Portemonnaie sein.

Im Gegensatz dazu stehen Diebstähle unter erschwerenden Umständen, wie es im Verwaltungsdeutsch heißt. Damit sind unter anderem Autoauf- und Wohnungseinbrüche gemeint. 502 Mal musste die Polizei 2015 deswegen ermitteln.

Der Anteil, bei dem Einbrecher in Wohnhäuser einstiegen: 104 Fälle. 2014 waren es zwei weniger. Diese geringe Steigerung wertet Walter indes als "stagnierende Entwicklung".

Positiv: Betrugsfälle nahmen ab: Sie sanken im Landkreis St. Wendel binnen Jahresfrist um 4,2 Prozent auf 388 erfasste Fälle.

Zum Thema:

Stichwort Polizeiliche Kriminalitätsstatistik (PKS): Sie umfasst im Landkreis St. Wendel alle registrierten Delikte, die sich hier ereignet haben, auch wenn sie andernorts bearbeitet worden sind. Staatsschutzvergehen sowie Verkehrsstraftaten werden in dieser Statistik nicht aufgeführt. Die Angaben geben keinen Aufschluss über die tatsächlichen Fälle (Dunkelziffer: nicht angezeigte Straftaten). hgn