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Zwei Open-Airs
St. Wendel putzt sich für die Festivals raus

Blick auf die Bühne vom Insight-Bereich aus. Hier werden Freitag und Samstag Künstler auftreten.
Blick auf die Bühne vom Insight-Bereich aus. Hier werden Freitag und Samstag Künstler auftreten. FOTO: Evelyn Schneider
St. Wendel. Im Bosenbachstadion und auf dem Kirmesplatz entsteht eine eigene Infrastruktur. Ab Freitag werden hier zwei Open-Airs gefeiert. Von Evelyn Schneider

Sie ist schon imposant, die Bühne, die gerade im Bosenbachstadion aufgebaut wird. 24 mal 18 Meter misst sie. An diesem Mittwochmorgen werden die ersten schwarzen Planen vom Dach der Bühne heruntergelassen. Gerade eben war noch die Basilika zwischen zwei Metallstäben zu erkennen, jetzt ist er aus dem Blick verschwunden. Vor der Bühne soll an zwei Tagen gefeiert werden. Zum Auftakt am Freitag steigt erstmals das SR-Ferien-Open-Air St. Wendel, am Samstag treten die Fantastischen Vier auf. „Die moderne Bühnentechnik macht es möglich, dass der Schall gezielt gelenkt wird. Nach hinten und an den Seiten wird es nicht so laut werden, wie es sich wohl mancher vorstellt“, erläutert Thomas Vogt, Leiter des St. Wendeler Ordnungsamtes. In seiner Hand hält er einen Plan. Darauf ist alles verzeichnet, was am Freitagmorgen auf dem Platz stehen soll. Etwas von der Bühne entfernt, wird ein Funpark mit Infoständen und Mitmachstationen eingerichtet. Daran schließt sich eine Budengasse mit kulinarischen Angeboten an. „Die Buden sollen bis Donnerstagabend stehen“, sagt Vogt.


Direkt am Gelände des Bosenbachstadions ist auch der Einlass für die Schüler. Ehe es für sie durch die Kontrollen geht, gibt es eine Freifläche, auf der die Jugendlichen warten können, falls es mal zu Verzögerungen kommt. Die Stadt St. Wendel sperrt zwar die am Festivalgelände verlaufende Missionshausstraße. Dennoch sollten die Schüler nicht auf der Straße anstehen müssen.

Rechts neben der Bühne gibt es einen Backstage-Bereich. Wer ein orange-farbenes Bändchen ums Handgelenk trägt, hat zu diesem Bereich Zutritt. „Hier können die Jugendlichen Selfies mit den Künstlern schießen oder sich kurz mit ihnen unterhalten“, sagt Stadt-Pressesprecher Volker Schmidt.



Unmittelbar hinter der Bühne beginnt der Insight-Bereich. „Der ist der Crew und Technikern vorbehalten“, erklärt Vogt. Wer hier herumschwirrt, der trägt ein blaues Bändchen. Auch an sehr wichtige Personen, kurz VIPs, wurde gedacht. Ihre Bändchenfarbe: weiß. Sie dürfen sich auf dem asphaltierten Kirmesplatz aufhalten. Dort werden sie vom Deutschen Roten Kreuz (DRK) verköstigt. Ebenso wie übrigens auch die Hilfskräfte, die mit rund 500 Leuten im Einsatz sind. „Unsere Helfer werden wie VIPs behandelt“, sagt Vogt und lächelt.

Von dem Boden des Asphaltplatzes erhebt sich eine Zeltstadt, die ein bisschen wie ein Beduinenlager aus einer Szene  aus Tausendundeine Nacht anmutet. Inmitten der weißen Zelte mit Holzböden ist ein ebenfalls weißer Stoff wie ein Flügel aufgespannt. Hierunter könnten die Künstler  gemütlich zusammensitzen, so der Gedanke der Planer. Noch sind die Pavillons leer. Für Freitag werden sie mit Mobiliar bestückt: Sitzecken, Spiegel und ein dunkler Vorhang als Blickschutz, falls sich die Musiker umziehen wollen. „Wir haben uns auch Gedanken gemacht, damit alles gut aussieht. Das Gesamtbild soll stimmen und St. Wendel einen bleibenden Eindruck hinterlassen“, sagt St. Wendels Bürgermeister Peter Klär (CDU).

Beim Schlendern über das Areal wird deutlich: Hier entsteht eine ganz eigene Infrastruktur. 1000 Meter Bauzaun wurden bislang aufgestellt, 3000 Meter Kabel verlegt. Alles läuft nach Zeitplan. Rathauschef Klär blickt entspannt auf die beiden Festivaltage. Schon als er dem Saarländischen Rundfunk angeboten habe, dem einstigen Halberg-Open-Air in St. Wendel ein neues Zuhause zu geben, habe er gewusst, das würde laufen. „Ich kann mich auf meine Leute verlassen“, lobt Klär.

Ab 13 Uhr beginnt am Freitag das Bühnenprogramm mit Lukas Rieger, Nimo, Tiavo und Co. Doch die Schüler können schon ab 11.30 Uhr aufs Gelände. Dann öffnet nämlich bereits der Funpark. Dort geht es neben Spaß auch um Prävention. Und tatsächlich, so erläutert Klär, ist Prävention der Hauptgedanke der Veranstaltung. „Es geht ums Feiern ohne Alkohol und ohne Drogen.“

Die St. Wendeler Polizei wird die Festivals nicht nur mit Beamten begleiten, es ist auch auf der Wache an beiden Open-Air-Tagen ein Bürgertelefon eingerichtet, Tel. (0 68 51) 89 81 45.

Ein Teil der Zeltstadt, in der die Künstler untergebracht sind.
Ein Teil der Zeltstadt, in der die Künstler untergebracht sind. FOTO: Evelyn Schneider