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| 15:51 Uhr

Rettungsaktion
Sperrung ignoriert, Auto nimmt Bad

Passat nimmt Bad im Wasser: Feuerwehr rettet Fahrer aus seiner misslichen Lage.
Passat nimmt Bad im Wasser: Feuerwehr rettet Fahrer aus seiner misslichen Lage. FOTO: Lukas Becker
St. Wendel. Geschmolzener Schnee, dazu Dauerregen am Montag. Diese Kombination führte dazu, dass die Feuerwehr die Pegel der Fließgewässer im Blick behielt. Schon frühzeitig wurde in Oberlinxweiler daher am Montag die Bahnunterführung für den Verkehr gesperrt. Von Evelyn Schneider

„Auf beiden Seiten wurden Durchfahrtverbots-Schilder aufgestellt“, erklärt Stefan Grevener auf SZ-Nachfrage. Und das aus gutem Grund. Denn das Wasser stieg kontinuierlich. Wie der Vize-Wehrführer der St. Wendeler Feuerwehr berichtet, schwappte die bräunliche Brühe schließlich auch auf den etwas höher gelegenen Fußweg. Das habe dazu geführt, dass die Züge am Abend nicht in Oberlinxweiler hielten, da der Bahnhof zu Fuß nicht mehr erreichbar war.

Alles schien geregelt. Feierabend in Sachen Hochwasser. Weit gefehlt. Denn gegen 21.24 Uhr schrillte der Melder. „Person in Notlage, Auto im Wasser.“ Insgesamt 35 Einsatzkräfte der Löschbezirke Kernstadt und Oberlinxweiler sowie der Rettungsdienst eilten zur Bahnunterführung. Dort stand ein Passat mitten im Wasser. Am Steuer saß der 58-jährige Fahrer aus Homburg.

„Er wollte zur Nachtschicht und dachte, er könnte die Sperrung umfahren“, sagt ein Sprecher der Polizei auf SZ-Nachfrage. Dieser Plan ging mächtig schief.

Und so waren schließlich die Feuerwehrleute gefragt, die den Mann — gesichert an Seilen — aus seinem Wagen befreiten. Der Passat wurde anschließend pitschenass aus den Fluten geschoben und abgeschleppt.

Immer wieder versuchen Autofahrer bei Hochwasser die gesperrte Unterführung zu durchfahren. „Wir stellen die Schilder ja nur auf, um die Leute zu ärgern“, sagt ein Polizeisprecher ironisch. Vize-Wehrführer Grevener ärgert sich über die leichtsinnige Aktion des Homburgers, die Rettungskräfte und Feuerwehrleute eine gute halbe Stunde beschäftigt hat. Was, wenn sie an anderer Stelle gebraucht worden wären?

Der Fahrer blieb unverletzt. Von der Polizei wurde er für seine Aktion mündlich verwarnt. Die Kosten für den Feuerwehreinsatz wird er wohl aus eigener Tasche zahlen müssen.