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Renovierung
Ab Januar gibt’s wieder Theater

Michael Gard (links) und Bürgermeister Peter Klär präsentieren den Plan vom Saalbau. Bis Herbst 2019 soll alles fertig sein.
Michael Gard (links) und Bürgermeister Peter Klär präsentieren den Plan vom Saalbau. Bis Herbst 2019 soll alles fertig sein. FOTO: Melanie Mai
St. Wendel. Im Herbst 2019 soll der Saalbau in St. Wendel fertig sein. Für 1,2 Millionen Euro werden Fenster und Türen erneuert und die Fassade neu gedämmt. Von Melanie Mai

Der Winterball der Landwirte und auch der Start der Theatersaison sind für Januar 2019 eingeplant. Das heißt im Klartext: Bis dahin muss der Saalbau fertig sein. Zumindest innen.


Michael Gard, bei der Stadt St. Wendel Abteilungsleiter Hochbau, ist zuversichtlich, dass das auch gelingt: „Ich gehe davon aus, dass der Saal Ende des Jahres fertig ist.“ Zumal die Innen-Sanierung den kleineren Teil der Renovierung einnehme, wie St. Wendels Bürgermeister Peter Klär (CDU) erklärt: „Uns geht es in erster Linie um die energetische Sanierung.“ Im Innern werde lediglich der Parkettboden abgeschliffen, das Linoleum aus den 60er-Jahren erneuert. Auch das Foyer und der Bühnenbereich samt Umkleidekabinen werden auf Vordermann gebracht.

Insgesamt werden 1,2 Millionen Euro in den Saalbau investiert. Geld aus dem Kommunalinvestitionsförderprogramm des Bundes. Mit 1,8 Millionen Euro kann St. Wendel rechnen. Die restlichen 600 000 Euro fließen laut Klär in den Baubetriebshof und das Mia-Münster-Haus.



Aber zurück zum Saalbau. Dort wurde bereits im Frühjahr die Außenfassade überprüft. Eine Betonsanierung stand an, daher war das Gebäude auch über Wochen eingerüstet. „Teilweise lag Eisen frei“, beschreibt Gard den maroden Zustand des Gebäudes aus den 1960er-Jahren. Aber die Sicherheit der Besucher oder Passanten sei zu keinem Zeitpunkt gefährdet gewesen.

Nach dem Winter stehen wohl die Hauptarbeiten auf dem Programm. Fenster und Türen werden erneuert, die Fassade gedämmt und verputzt. „Uns war es wichtig, die Baustruktur der 1960er-Jahre mit neuer Technik aufzuwerten“, so Klär. Und weiter: „Ganz bewusst haben wir auch innen den Retro-Stil erhalten.“ Denn dieser sei durchaus beliebt: „Am Saalbau hängt das Herz des St. Wendelers.“

Erhalten, sanieren, wenige neue Akzente setzen: So lässt sich also die Renovierung des Saalbaus zusammenfassen. Die Fassade in Richtung Balduinstraße wird künftig bündig sein. „Das löst auch unser Taubenproblem“, ist sich Klär sicher. Denn die Vögel sitzen gerne auf Vordächern und Rinnen – eben auf allem, was vorsteht. Im oberen Bereich wird es eine Glasfassade geben. In Richtung Innenhof werden die großen Glasscheiben entfernt. „Meist muss man ohnehin den Saal abdunkeln“, so Klär. Also werden künftig nur noch kleine Fenster für etwas Tageslicht sorgen. Auch die beiden Fluchttüren werden erneuert.

Oberhalb der dann ehemaligen Fensterreihe ist eine riesige Putzfläche. Gard schätzt diese auf knapp 300 Quadratmeter. Diese werde mit großformatigen, unterschiedlich breiten Platten verkleidet. Das und die unterschiedliche Farbgebung lockerten das Bild auf. Fertig sein soll alles im Herbst 2019. Aber dann wird der Saalbau schon längst wieder bespielt.

Und die Planungen für den Saalbau gehen schon weiter: Klär kündigt an, auch das Dach zu überprüfen und eventuell zu erneuern: „Das ist dann der nächste Schritt.“

Die Außenfassade des Saalbaus wurde bereits im Frühjahr überprüft.
Die Außenfassade des Saalbaus wurde bereits im Frühjahr überprüft. FOTO: Melanie Mai