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Rosen-Zauberer aus Japan gewinnt Magierwettbewerb

Kamimaro verblüffte die Gäste mit seinen Tricks. Foto: Bonenberger&Klos
Kamimaro verblüffte die Gäste mit seinen Tricks. Foto: Bonenberger&Klos FOTO: Bonenberger&Klos
St Wendel. Magier aus der ganzen Welt haben am Wochenende ihre besten Tricks vor 20 000 Besuchern in St. Wendel gezeigt. Nach drei Tagen Wettkampf kürte die Jury einen Sieger aus dem Fernen Osten. frf

Straßenkünstler aus aller Welt haben drei Tage die Innenstadt von St. Wendel verzaubert. Zur 15. Ausgabe des Festivals "Zauberhaftes St. Wendel " zeigten am Wochenende 20 Magier aus Europa, Asien und Nord- und Südamerika ihr Können. 16 Straßenzauberer traten in einem Wettbewerb gegeneinander an. Sieger wurde der Japaner Kamimaro, der eine Anreise von 9250 Kilometern zurückgelegt hat, um beim Wettstreit in St. Wendel dabei zu sein. "Es macht mich sehr stolz hier gewonnen zu haben, alle Teilnehmer haben mit höchster Qualität gezaubert", freute sich der glückliche Gewinner. Sein Zaubertrick mit einer aus Papier gebastelten weißen Rose, die er anschließend durch Entzünden mit dem Feuerzeug in eine rote Rose umwandelte, hatte auch die international besetzte Jury überzeugt. Pro Teilnehmer konnten die sechs Juroren 100 Punkte für die Shows der Zauberer vergeben. 474 Punkte heimste Kamimaro ein. Platz zwei ging an den US-Amerikaner Nickey Finn vor Braidon Morris aus Kaiserslautern. "In St. Wendel macht es immer Spaß zu zaubern", meinte Ballonkünstler Tobi van Deisner. Der Augsburger, Magier und Entertainer in Personalunion, erhielt den Sonderpreis in der Kategorie Comedy. Ebenso Mago Flip aus Italien, ein Mischling aus Clown und Magier.

Während der Open-Air-Gala auf dem Schlossplatz wurden die Akteure für die Ausschnitte aus ihrem Programm gefeiert. "Wir begrüßen von Jahr zu Jahr mehr Besucher von auswärts", meinte Georg Lauer, der Leiter des Zauberfestivals. Zaubern ist zwar nicht das Metier von Saar-Innenminister Klaus Bouillon (CDU ). Aber der Magische Zirkel Deutschlands würdigte seine Verdienste um das Festival. Bouillon wurde die Statue eines kleinen Straßenzauberers überreicht. Damit könne er seine nicht bearbeiteten Akten beschweren, legte Eberhard Riese, Präsident des Magischen Zirkels, dem Innenminister nahe.