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Musik
Virtuose Kunst auf der Klais-Orgel

St. Wendel. Orgeltriduum in der Wendelinus-Basilika begeisterte die Freunde der Orgelmusik. Von red

Ein glanzvolles und virtuoses Orgeltriduum in der Wendelinus-Basilika sollte es werden. Mit diesen Worten beschreibt der Dekanatskantor das erste deutsch-französischen Orgeltriduum im Saarland. Dazu hatte der Initator Wolfram Adolph, Gründer und Leiter des Louis Vierne Institutes mit Sitz in Saarbrücken und Paris, in Zusammenarbeit mit dem Förderverein der Kirchenmusik nach St. Wendel eingeladen. Gleich drei renommierte Gast-Organisten aus Frankreich brachten die große Klais-Orgel der Wendelinus-Basilika mit französischer Orgelliteratur und Musik von Johann Sebastian Bach auf eine besondere Weise zum Klingen.


Das Eröffnungskonzert mit Fabien Chavrot aus Paris (St. Jean Montmartre) stand unter dem Motto „le Romantisme a l‘orgue“. Eröffnet wurde es, wie der Dekanatskantor weiter berichtet, ganz im Sinne des Mottos mit Bachs Fantasie g-moll BWV 542, einer der wohl kühnsten harmonischen Orgelschöpfungen des Meisters. Chavrots brilliante Technik und Musikalität habe die Musik von Widor, Vierne, Franck , Litaize, Faure und den abschliessenden Danse macabre von Charles Camille Saint-Saëns zum Ohrenschmaus werden lassen.  

Im zweiten Konzert mit Michael Matthes (Cathedrale de Troyes, Burgund) standen die bekannten Toccaten und Carillons von Bach, Renaud, Gigout, Boelmann, Dubois und Vierne auf dem Programm. „Seine zupackende und mitreißende Spielweise in Verbindung mit der Kunst, die passenden Klangfarben in Anlehnung an die französischen Vorbilder zu wählen, ließen das Konzert zu einem besonderen Erlebnis werden“, heißt es weiter.



„Orgel virtuos“ war das Motto des dritten Konzertes mit Maxime Patel aus Chalon-sur Saone. Faszinierend sei die Leichtigkeit gewesen, mit der er die anspruchsvollen Orgelwerke Dupres (Deux Esquisses op.41) Bachs (Triosonate G-Dur) und Liszts (Fantasie und Fuge Ad nos ad salutarem undam)  mit einem feinen Klangsinn interpretierte.

Vor den Konzerten gab Wolfram Adolph, zum besseren Verständnis, kurze Einführungen über Komponisten und Werke. Mit der klangschönen Orgel der Wendelinus-Basilika hatten die Veranstalter des Orgeltriduums ein zuverlässiges und würdiges Instrument gewählt, so der Dekanatskantor abschließend.