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„Ohne Glücklichsein kann man nicht leben“

St Wendel. Glück ist individuell, für jeden schaut es anders aus: Zum International Day of Happiness hat die SZ bei den St. Wendelern nachgefragt, was Glück für sie bedeutet – und das kam dabei heraus: Christina Bieg

Gibt man den Begriff "Glück" in einer Suchmaschine im Internet ein, so erhält man knapp 88 Millionen Treffer. Aber was genau bedeutet Glück eigentlich? Manche denken dabei sofort an ein vierblättriges Kleeblatt, ein Hufeisen oder einen Marienkäfer - Glücksbringer eben.

2012 erklärte die UNO den 20. März zum International Day of Happiness (etwa: Internationaler Tag der Fröhlichkeit). Sie möchte damit, nach eigener Aussage, klarstellen, dass Zufriedenheit und Wohlbefinden der Menschen weltweite Ziele darstellen. Die SZ hat nachgefragt, was eigentlich bei den St. Wendelern für Wohlbefinden und Glück sorgt?

Barbara Brück kann sich erst gar nicht entscheiden, was sie auf die Frage antworten soll. Die ersten Sonnenstrahlen oder ein Cappuccino - das macht sie glücklich. Nach kurzem Überlegen fängt sie dann an zu strahlen und berichtet. "Ich bin Lehrerin an der Gesamtschule Marpingen und betreue Praktikanten. Ich habe sie gerade besucht und sowohl meine Praktikanten, als auch ihre Betreuer sind glücklich. Das macht mich dann auch glücklich." Außerdem freue sie sich sehr darüber, dass auch der Stoff, der über den Unterricht hinaus geht, fruchtet und so wertvoll für die Schüler sei.

Den International Day of Happiness findet die Neunkircherin übrigens super. "Wir sind viel zu sehr an das gewöhnt, was wir haben - haben verlernt, es zu schätzen. Ein solcher Tag gibt uns wieder einen Denkanstoß."

Die Freude von Birgit und Ortwin Englert kann in diesen Tagen sowieso nichts trüben, denn die beiden werden erneut Großeltern. "Unser Enkel Lio kommt zur Welt", berichtet die St. Wendelerin voller Stolz.

Auch Birgit Waldecker fallen sofort viele Antworten auf die Frage nach dem Glücklichsein ein. "Meine Familie und meine Arbeitskollegen machen mich glücklich", sagt sie mit einem Lächeln auf den Lippen. "Wir harmonisieren zusammen und verstehen uns super. Es passt einfach zusammen und wir können auch viel Quatsch miteinander machen. Das ist auch wichtig zum glücklich sein." Überhaupt bedeutet der 47-jährigen das Thema sehr viel. "Ohne Glücklichsein kann man nicht leben, auch nicht zufrieden sein. Ich könnte dann auch nicht zur Arbeit gehen."

Für Lothar Später startet der perfekte Tag schon am frühen Morgen mit der Saarbrücker Zeitung. Die braucht er, um einen zufriedenen Tag zu verbringen. Für Dana Schmitt bedeutet ihr Freund Glück.

Die St. Wendeler sind also schon mit den kleinen, alltäglichen Dingen zufrieden. Vielleicht liegt das auch ein bisschen an der Sonne, die sich in diesen Tagen wieder öfter blicken lässt. Denn die braucht ja bekanntlich jeder, um glücklich zu sein. Durch sie produziert der Körper Serotonin, ein Hormon, das den Körper wiederum anregt, Endorphine zu bilden - die bekannten Glückshormone. Außerdem kommt durch die Sonne unser Viatmin-D-Haushalt wieder in Schwung. Der war wegen der Winterzeit im Keller. Er ist aber wichtig, um unser Immunsystem zu stärken. Also, liebe St. Wendeler, geht raus in die Sonne und seid glücklich.