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Neues Domizil im historischen Kurhaus

Der Jazzförderkreis hat sein neues Domizil bezogen. Foto: Faber
Der Jazzförderkreis hat sein neues Domizil bezogen. Foto: Faber FOTO: Faber
St Wendel. Der Jazzförderkreis St. Wendel hat seinen neuen Vereinsmittelpunkt im historischen Kurhaus Harschberg bezogen. Der ehemalige Speisesaal wird dort gerade zum Konzertraum umgestaltet und demnächst bespielt. Wie erwartet führt Ernst Urmetzer als Vorsitzender die Jazzer auch in den nächsten zwei Jahren an, das beschloss die Mitgliederversammlung. Frank Faber

Die hochschnellenden Handzeichen der Mitglieder während der Versammlung des St. Wendeler Jazzförderkreises (JFK) bedeuteten ein klares Signal und waren auch so erwartet worden. Der Dörrenbacher Ernst Urmetzer gab darauf sein Ja-Wort und wird weiterhin die Geschicke als Vorsitzender des JFK leiten. Dies nun an einem neuen Standort. Der JFK trifft sich künftig in seinem Domizil des historischen Kurhauses Harschberg. Dort ist der neu gewählte stellvertretende JFK-Vorsitzende Bernhard Wasmund und Mario Bartone derzeit mit der Sanierung beschäftigt, um mit Marios Musikschule (ehemals Tholeyer-Straße 1) einzuziehen. Der ehemalige Speisesaal des Kurhauses wird zum Konzertraum umgebaut. "Der JFK wird in der neuen Spielstätte die Organisation und die Durchführung von Konzerten übernehmen", teilte Urmetzer mit.

Dabei verfolgen die Jazzer den Anspruch, Livekonzerte von Format zu veranstalten. "Inhaltlich wollen wir für Qualität sorgen, um den Besuchern an einem ganz neuen Ort ein gutes Paket anbieten zu können", erklärte Wasmund. Dabei wird zwischendrin schon einmal ein Abstecher in andere Musikrichtung unternommen. Dazu kooperiert der JFK mit den Musikfreunden vom Stammtisch Saar-Rock aus St. Wendel , die sich einmal im Monat in der Felsenmühle treffen. "Wir werden eigene Ideen einbringen und den JFK bei der Entwicklung der Spielstätte unterstützen", kündigte Saar-Rock-Mitglied Ralf Zimmer aus Bubach an. Am 28. November präsentieren die Kooperationspartner die deutschen Krautrockbands Space Debris und Ax Genrich Band. "Zeitnah wollen wir einen Namen finden, um damit dem historischen Kurhaus ein neues Logo geben zu können", forderte Urmetzer diesbezüglich die Jazzer und Saar-Rocker auf Vorschläge einzureichen. Das offizielle Eröffnungskonzert im historischen Kurhaus ist für den 24. April geplant. Auf dem Programm steht der Auftritt von Kai Sommer mit einem "Tribute to Count Basie" und der von Hausherr Bartone mit dem Trio Freak Chazz. Ein Rückschlag für den JFK ist die nun erneut von der Bildfläche verschwundene Konzertreihe Young Connection.

Mit der Serie wollten junge Musiker ein junges Publikum erreichen. "Wir haben die Zielgruppe nicht ansprechen können", berichtete Paul Baureis, Ex-Mitglied im Orga-Team. Dagegen steht der 3. Mai als Fixtermin für den Klassiker Jazz am Dom mit der Big Band Urknall fest. "Für das Stadtfest sind wir noch auf der Suche nach geeigneten Programmpunkten", teilte der JFK-Chef mit.

Im September wird dann das große Jubiläum gefeiert. Vom 11. bis 20. September geht die 25. Auflage der Jazztage in der Kreisstadt über die Bühne. "Noch stricken wir am Programm", so Urmetzer. Für den 24. Oktober ist ein Doppelkonzert mit Jazzjugendorchestern aus dem Saarland und Nordrhein-Westfalen im Saalbau vorgesehen. Der Jahresausklang findet wie gewohnt am 26. Dezember mit Weihnachtsjazzkonzert im Alsfasser Kulturzentrum statt.



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Auf einen BlickDer Vorstand des Jazzförderkreises St. Wendel : Ernst Urmetzer, Vorsitzender, Bernhard Wasmund, Stellvertreter, Jens Hinsberger, Oliver Strack, Finanzen, Lorenz Tandetzki, Schriftführer, Volker Jung, Christoph Görgen, Kassenprüfer. Derzeit zählt der Jazzförderkreis 165 Mitglieder. frf