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Neuer Schulleiter
Neuer Schulleiter am Wendalinum

Der 37-jährige Alexander Besch geht mit viel Optimismus und großem Engagement an seine neue Aufgabe als Schulleiter am Gymnasium Wendalinum heran.
Der 37-jährige Alexander Besch geht mit viel Optimismus und großem Engagement an seine neue Aufgabe als Schulleiter am Gymnasium Wendalinum heran. FOTO: Frank Faber
St. Wendel. Alexander Besch ist der neue Chef am Gymnasium. Dabei ist er kein Unbekannter, absolvierte er doch dort selbst sein Abitur. Von Frank Faber

Im Jahre 2000 hat Alexander Besch am St. Wendeler Gymnasium Wendalinum sein Abitur abgelegt, dort war er später Referendar und unterrichtete Geschichte und katholische Religion bei seiner ersten Lehrer-Planstelle. Zum Beginn des Schuljahres ist der 37-jährige Oberstudienrat wieder zurückgekehrt und hat die Nachfolge des in den Ruhestand verabschiedeten Heribert Ohlmann als Wendalinum-Schulleiter angetreten „Der Vorteil für mich ist, ich bin nicht unbekannt. Die neue Funktion ist eine große Ehre und Herausforderung, der ich mit dem nötigen Respekt entgegentreten werde“, bekräftigt Besch. Zuvor war der Theleyer bei seiner sechsjährigen Tätigkeit am Neunkircher Gymnasium am Steinwald als Fachleiter für Geschichte und nebenamtlicher stellvertretender Seminarleiter tätig. „Wer sich einen totalen Umbruch erhofft, den muss ich leider enttäuschen“, klärt Besch während seiner Antrittsrede auf. Denn das Wendalinum mit 800 Schülern sei eine gut aufgestellte Bildungseinrichtung. „Nichts wäre seltsamer, als diese gute Entwicklung aufzuhalten und nicht weiter zu fördern“, so sein Plan. Dies garantiere ein gut funktionierendes Lehrerkollegium, dessen Unterstützung er sich sicher sei. „Was wir tun, muss für den Unterricht und die Schüler einen Mehrwert haben“, lautet Beschs Credo. Nicht der Zeitgeist, sondern die Maxime „Unterricht als Kerngeschäft sollte stets der Fokus des Handelns sein“ sei für ihn entscheidend. Rückblickend berichtet Besch von einer schönen Zeit bei seiner Tätigkeit in Neunkirchen. „Die Lehrerausbildung liegt mir auch weiterhin am Herzen. Die Referendare, die ich dort betreut habe, werde ich auch weiter begleiten“, erklärt er. Neben seinen Aufgaben in der Schulverwaltung wird der Chef selbst vor den Schülern im Klassenzimmer stehen. „Ein Schulleiter sollte über den Unterricht bekannt sein, um so auch das Vertrauen der Schüler fassen zu können“, meint er. Denn im Klassenraum könne er feststellen, wo der Schuh drückt. „Dann kann ich sehen, wo können wir als Schule was verbessern, um optimale Bedingungen für den Schüler zu schaffen“, sagt Besch. Zusätzlich spiele dabei die eigene Leistung des einzelnen Schülers eine wichtige Rolle, und mit gegenseitiger Unterstützung könne man etwas Existenzielles erreichen.


„Nun wollen wir gemeinsam das Gymnasium Wendalinum weiterentwickeln“, schaut Besch nach vorne. Dazu müsse künftig noch an ein paar Stellschrauben wie baulichen Notwendigkeiten gedreht werden. Nach Feierabend widmet er sich gerne der Kommunalpolitik. Besch sitzt im Ortsrat seines Heimatortes Theley und im Tholeyer Gemeinderat. Zudem ist er in Theley im Pfarrverwaltungsrat und im Kirchengemeinderatsverband am Schaumberg engagiert. „Das gesellschaftlich-kirchliche Engagement ist schon ein wichtiger Fundus, aus dem man für die Tätigkeit schöpfen kann, um mit Menschen umzugehen“, betont er. Besch ist verheiratet und Vater eines Sohnes. Bislang, so packt er noch eine persönliche Anekdote aus, habe er drei Chefinnen gehabt: eine Schulleiterin, eine Seminarleiterin und eine Ehefrau. Dies fokussiere sich ab sofort nur noch auf seine Ehefrau Mona. „Mal schauen, wie sich die Bündelung in naher Zukunft auswirkt?“, fragt sich Besch. Er weiß, ohne ihren Rückhalt, wäre ihm vieles nicht möglich.