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| 19:12 Uhr

Neue Frauenpower und alte Verbundenheit

St. Wendel. Wenn sich in der St. Wendeler City an verschiedenen Stellen Menschentrauben bilden und dann auch noch Gelächter durch die Gassen schallt, kann das nur eines bedeuten: Straßenzauberer sind unterwegs. Zum 16. Mal messen sich Magier beim internationalen Wettbewerb in der Kreisstadt. Im Vorfeld des St. Wendeler Zauberfestivals, das vom 5. bis 7. August über die Bühne geht, haben sich bei dessen Leiter, Georg Lauer, mehr als 100 Magier aus aller Welt beworben. Auffällig waren die vielen Schreiben aus Asien. "Vorjahressieger Kamimaro (Japan) hat in seiner Heimat offensichtlich kräftig die Werbetrommel gerührt", vermutet Lauer. Und so reist aus Kamimaros Heimatland auch ein ganz besonderer Gast an: Naoko aus Tokio. "Erst zum zweiten Mal haben wir eine Zauberin im Wettbewerb", berichtet Lauer. Evelyn Schneider

Das Festival der Stadt St. Wendel beginnt am Freitag, 5. August, um 14 Uhr auf dem Schlossplatz. Zunächst werden die einzelnen Akteure vorgestellt, dann geht's ans Zaubern. Drei Aktionsflächen gibt es in der Altstadt: Schlossplatz, Fruchtmarkt, Balduinstraße. Dort wird auch am Samstag, 6. August, 10 bis 19 Uhr, gezaubert. Kritisch beäugt werden die Magier dabei von den Mitgliedern der Jury. Diese wird angeführt von Eberhard Riese, dem Präsidenten des Magischen Zirkels von Deutschland, und Trabuk, Weltmeister der Straßenzauberer 2010. Die Sieger des Wettbewerbs werden am Samstagabend ab 20 Uhr bei der Open-Air-Zaubergala auf dem Schlossplatz geehrt. Komiker und Jongleur Christoph Engels übernimmt die Moderation. Sonntag, 7. August, ist der Familientag. Von 12 bis 19 Uhr können sich die Besucher die Tricks und Illusionen der Akteure anschauen.

Typisch für das Festival sind nicht nur Teilnehmer aus allen Herren Ländern. Es gibt auch Jahr für Jahr eine Mischung aus Neulingen und alten Hasen. Neben der Japanerin Naoko sind Flash Gonzales (Chile) und Chris Brandes (Mecklenburg-Vorpommern) erstmals am Start. Zu den Stammgästen zählen Tobi van Deisner (Augsburg), Albi (Liechtenstein) oder Ted McKoy (Schottland). Der in Holland lebende Schotte ist ein besonderes treuer Stammgast. Denn von Beginn an ist er dabei. "Das sind jetzt schon 16 Jahre", sagt er und lacht. Der 69-Jährige erinnert sich noch genau, wie er zu dem Festival in dem saarländischen Städtchen kam. "Ich habe Georg Lauer in Österreich kennengelernt. Er hat gesagt, er mache ein Festival in St. Wendel und ich müsse unbedingt kommen." Damals hat der Zauberer Ja gesagt und dabei ist es all die Jahre geblieben. Es sei das schönste Festival in Europa, schwärmt er. Zwar gebe es größere Veranstaltungen in Frankreich oder Portugal, aber St. Wendel punkte durch Gemütlichkeit. "Die Leute sind so nett und lieb, die Atmosphäre ist einfach anders." In einem Jahr stehen etwa acht Festivals im Kalender des gebürtigen Schotten. Dazu komme die "normale Zauberarbeit": Damit meint er Auftritte auf Märkten, Betriebsfeiern und Ähnliches. Der Termin Anfang August in St. Wendel ist ihm einer der liebsten. Und nicht nur er fühlt sich wohl in der Kreisstadt. Seine Frau Thea begleitet ihn gerne: " Die kauft dann immer Schuhe", verrät er. Der 69-Jährige genießt es, Zauberkollegen aus aller Welt entweder kennen zu lernen oder wiederzusehen. Dass in diesem Jahr mal wieder eine Kollegin dabei ist, freut Ted McKoy ganz besonders. "Die Straßenzauberei ist eine Männerdomäne", weiß er. Viele Frauen wollten nicht auf der Straße, sondern lieber auf Bühnen zaubern. Der 69-Jährige liebt den Kontakt zu seinem Publikum, baut die Zuschauer in seine Show ein. "Ich bin gerne unter Menschen." Und was rät ein Stammgast des St. Wendeler Festivals einem Besucher, der noch nicht da war? "Nimm' Dir einen Stuhl und Wasser mit, und setze dich gemütlich auf einen Platz. Die Künstler kommen alle vorbei. Und dann habe viel Spaß."

Den hat er selbst auch nach 15 Jahren. "Die Zauberei ist mein Leben", sagt Ted McKoy.

strassenzauberei.de

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Auf einen Blick Das dreitägige St. Wendeler Zauberfestival samt Wettbewerb beginnt am Freitag, 5. August. Ab 14 Uhr werden auf dem Schlossplatz alle Magier vorgestellt, dann beginnen die Shows in der Altstadt (bis 23 Uhr). Es gibt drei Aktionsflächen: Schlossplatz, Fruchtmarkt, Balduinstraße. Samstag, 6. August: Gezaubert wird von 10 bis 18 Uhr. Um 20 Uhr beginnt die Zauber-Gala auf dem Schlossplatz. Hier werden die Sieger des Wettbewerbs verkündet. Sonntag, 7. August: Familien-Zauberfest von 12 bis 19 Uhr. Veranstalter ist die Kreisstadt St. Wendel. Sie zahlt den Teilnehmern lediglich eine Aufwandsentschädigung. Daher gibt es Hutsammlungen bei den Shows der Zauberer . Für die Festivalbesucher richtet die Stadt einen kostenlosen Campingplatz im Sportzentrum ein. Voranmeldung bei Gog Concept, Tel. (0 68 51) 86 70 55, Mail: gog-concept@t-online.de. evy

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Auf einen Blick Die Teilnehmer: Albi (Liechtenstein), Braidon Morris (Deutschland), Chris Brandes (Deutschland), Christoph Engels (Deutschland), Daniel Burley (Südafrika), Diogo Alvarez (Brasilien), Flash Gonzales (Chile), Flip Mattia (Italien), Kamimaro (Japan), Mario Richter (Deutschland), Naoko (Japan), Sam Sebastian (Slowenien), Sideshow Charlatans (Deutschland), Ted McKoy (Schottland), Tobi van Deisner (Deutschland), Vittorio Marino (Italien). Die Jury: Chris Schäfer (Deggendorf), Dany Masutti (Sarmede, Italien), Eberhard Riese (Stuttgart) Günther Bruyneel (Antwerpen, Belgien), Martin Mathias (St. Wendel), Trabuk (Cuneo, Italien). red

Von Anfang an beim St. Wendeler Zauberfestival dabei: Der Schotte Ted McKoy. Hier dirigiert er mit Zauberseilen. Foto: Josef Bonenberger
Von Anfang an beim St. Wendeler Zauberfestival dabei: Der Schotte Ted McKoy. Hier dirigiert er mit Zauberseilen. Foto: Josef Bonenberger FOTO: Josef Bonenberger
Da steht die Stadt Kopf: Flip Mattia aus Italien lässt eine Kristallkugel schweben. Foto: Josef Bonenberger
Da steht die Stadt Kopf: Flip Mattia aus Italien lässt eine Kristallkugel schweben. Foto: Josef Bonenberger FOTO: Josef Bonenberger
Thomas und Sira, die Sideshow Charlatans. Foto: Josef Bonenberger
Thomas und Sira, die Sideshow Charlatans. Foto: Josef Bonenberger FOTO: Josef Bonenberger
Nicht bewegen! Tobi van Deisner versucht mit einer Luftballonspitze, eine junge Besucherin aus ihrer Starre zu erlösen. Foto: Lauer
Nicht bewegen! Tobi van Deisner versucht mit einer Luftballonspitze, eine junge Besucherin aus ihrer Starre zu erlösen. Foto: Lauer FOTO: Lauer
Vorjahressieger Kamimaro lässt aus dem Nichts eine Rose entstehen. Foto: Georg Lauer
Vorjahressieger Kamimaro lässt aus dem Nichts eine Rose entstehen. Foto: Georg Lauer FOTO: Georg Lauer
Erstmals beim Wettbewerb dabei: Naoko aus Tokio (Japan). Sie ist erst die zweite Magierin in der Historie des Zauberfestivals. Foto: Naoko
Erstmals beim Wettbewerb dabei: Naoko aus Tokio (Japan). Sie ist erst die zweite Magierin in der Historie des Zauberfestivals. Foto: Naoko FOTO: Naoko
Interaktion mit dem Publikum: Trabuk (rechts) hat einen Zuschauer zu sich geholt. 2010 wurde er in St. Wendel Weltmeister der Straßenzauberer. Diesmal bewertet er andere. Er ist Mitglied in der Jury und zaubert nur am Sonntag. Foto: Georg Lauer
Interaktion mit dem Publikum: Trabuk (rechts) hat einen Zuschauer zu sich geholt. 2010 wurde er in St. Wendel Weltmeister der Straßenzauberer. Diesmal bewertet er andere. Er ist Mitglied in der Jury und zaubert nur am Sonntag. Foto: Georg Lauer FOTO: Georg Lauer