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Nistkästenbau
Nagelneue Nistkästen für Brutvögel

Übergabe der Nistkästen mit Hans-Jürgen Rauber, Gerhard Weiand, Volker Rauber, Daniela Weiand, Karl-Heinz Riefer und Peter Klär (v.l.).
Übergabe der Nistkästen mit Hans-Jürgen Rauber, Gerhard Weiand, Volker Rauber, Daniela Weiand, Karl-Heinz Riefer und Peter Klär (v.l.). FOTO: Günter Müller
Winterbach. Winterbacher Rassegeflügelzüchter tauschen veraltete Behausungen aus.

Frühlingszeit ist Brutzeit. Viele Vögel beginnen schon im März mit Balz, Reviersuche und Nestbau. Ende Januar/Anfang Februar ist es also an der Zeit, die Nistkästen zu reinigen und neue aufzuhängen.
Verschiedene Vogelarten in Gärten, Parks, Wohnsiedlungen und Hinterhöfen finden im Sommer fast überall ausreichend Futter. Doch leider fehlt es oft an Nistmöglichkeiten. Der Mangel an Hecken, morschen Bäumen, berankten Wänden, Ritzen in Mauern und unter Dächern verringert das Nistplatzangebot. Deshalb ist es für die heimischen Vögel hilfreich, wenn ihnen in der Brutzeit Nistkästen zur Verfügung stehen. Der Rassegeflügelzuchtverein Phönix in Winterbach kümmert sich nicht nur um das Rassegeflügel und organisiert Landes- und Kreisschauen, sondern ist auch aktiv im Naturschutz tätig. Gerade der heimischen Vogelwelt ist der Verein verbunden und pflegt zahlreiche, von ihm aufgehängte Nistkästen.



Etliche dieser Nistkästen waren nun die Jahre gekommen und mussten ausgetauscht werden. Hier wurde der Verein von der Stadt St. Wendel mit kostenlosen Nistkästen unterstützt. Wie Jürgen Rauber, Leiter des städtischen Umweltamtes, erklärte, nimmt die Zahl der bedrohten
Vogelarten zu und selbst Allerweltsarten  wie Haussperling werden seltener, daher seien Nistkästen ein kleiner Beitrag zum Erhalt der Vielfalt.

Die Nistkästen wurden in der Schreinerei der Arbeitsmarktinitiative Stadt St. Wendel gGmbH aus Douglasien vom Stadtwald gebaut. So konnte neben dem ökologischen Aspekt auch Beschäftigungs- und Qualifizierungsgelegenheiten für Teilnehmer aus dem sozialen Arbeitsmarkt unterstützt werden. Die Übergabe der Nistkästen erfolgte nun an der Anlage des Vereins. Die Anlage außerhalb der Ortslage ist Treffpunkt für die Vereinsmitglieder, aber auch Spaziergänger machen hier Station. Gerade Kinder, so Vereinsvorsitzender Volker Rauber, biete das Außengelände mit der Weiheranlage und dem Wassergeflügel ein schönes Naturerlebnis. Schul- und Kindergartengruppen besuchen die Anlage gerne.

Wie Ortsvorsteher und Stadtbeigeordneter Gerhard Weiand ausführte, habe die Stadt daher auch die notwendige Renovierung der Vereinsanlage gerne finanziell unterstützt. Damit, so Ortsvorsteher Weiand, „kann nun die Ertüchtigung der Anlage nun erfolgen“.