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| 20:26 Uhr

Programm
Mit Kunstwerken auf Tuchfühlung gehen

Mit der Skulptur „Requiem für die Juden“ von Shelomo Selinger am Bostalsee sollen sich die Teilnehmer gleich in zwei Workshops auseinandersetzen. Bildhauern gehört dazu.
Mit der Skulptur „Requiem für die Juden“ von Shelomo Selinger am Bostalsee sollen sich die Teilnehmer gleich in zwei Workshops auseinandersetzen. Bildhauern gehört dazu. FOTO: Erhard Müller
St. Wendel. Beim Projekt „Die Straße der Skulpturen – Reloaded“ kann sich jedermann auf künstlerische Weise den Objekten nähern.

(evy) Skulpturen aus Stein oder Stahl, die im öffentlichen Raum stehen, wieder in das Bewusstsein der Menschen zu rücken, das ist das Ziel des Projektes „Die Straße der Skulpturen St. Wendel – Reloaded“ (wir berichteten). Initiiert, organisiert und getragen wird dieses Projekt gleich von mehreren Partnern: dem Verein „Straße des Friedens – Straße der Skulpturen in Europa“, dem Museum St. Wendel, dem Kunstzentrum Bosener Mühle, dem Kulturprogramm „steinreich“ der Kultur-Landschaftsinitiative (Kulani) und dem Bildungs-Netzwerk St. Wendeler Land.

Und das Projekt lebt vom Mitmachen. Das können die Menschen unter anderem bei einem Fotowettbewerb, aber auch bei zahlreichen Workshops. Diese richten sich sowohl an Kinder und Jugendliche als auch an Erwachsene. Hier ein Überblick:

  • Los geht es bereits im Januar. Künstler Martin Steinert plant ein erstes Treffen mit den Teilnehmern seines Workshops „Holzinstallation zum Thema Frieden und Verständigung“ am Sonntag, 7. Januar, im Kunstzentrum Bosener Mühle. Platz ist für 15 Leute ab 18 Jahre. Sie gestalten miteinander eine raumgreifende Holzskulptur aus Dachlatten. Die Teilnehmer treffen sich an zehn Nachmittagen bis Anfang März.
  • Um „Bildhauerei als Auseinandersetzung mit eigenen Erfahrungen“ geht es in dem Workshop von Frauke Eckhardt. Die Teilnehmer treffen sich an zwei Wochenenden, 19. und 20. Mai sowie 26. und 27. Mai. Maximal zwölf Teilnehmer ab 16 Jahre können mitmachen. Ausgangspunkt sind zwei Skulpturen am Bostalsee: der „Liebesthron“ von Leo Kornbrust und das „Requiem für die Juden“ von Shelomo Selinger. Diese werden zunächst besprochen, dann geht es ans Arbeiten am Kalkstein und zwar im Freien, auf dem Gelände des Kunstzentrums Bosener Mühle.
  • „Fußspuren“ ist der Titel von Isabelle Federkeils Workshop, der an fünf Sonntagen terminiert ist: 13., 20. und 27. Mai sowie 3. und 10. Juni. Die Teilnehmer, maximal zwölf und im Alter ab 14 Jahren, treffen sich auf der Baltersweiler Höhe an der Fuß-Skulptur des Künstlers Yoshimi Hashimoto und im Museum. Gemeinsam erarbeiten sie einen „Wegweiser“ zur Skulpturenstraße, in dem sie sich mit einzelnen Skulpturen auseinandersetzen – in Wort, Schrift und Bild.
  •  Leslie Huppert bietet den Workshop „Kunst als internationale Friedenssprache“ an fünf Sonntagen an: 15., 22. und 29. April, 6. und 13. Mai. Treffpunkte sind der Stadtpark St. Wendel und das Museum. Acht Teilnehmer ab 18 Jahre beschäftigen sich zunächst mit der Frage: Was ist Frieden? In einem nächsten Schritt sollen sie sich mit einigen Skulpturen auseinander und ihre Überlegungen mit Fotos oder Videos festhalten. Es geht darum, wie ein Friedensort in der Landschaft aussehen könnte. Es wird gezeichnet und gemalt, mit Siebdruck gearbeitet und mit einer Lochkamera fotografiert.
  • Mit „Symbolen des Friedens“ beschäftigen sich Lydia Kaminski und Philipp Neumann in ihrem Workshop. Zehn Teilnehmer ab 14 Jahren sind dafür eingeplant. Sie treffen sich an vier Sonntagen (22. und 29. April sowie 6. und 13. Mai) am Bostalsee und dem Kunstzentrum Bosener Mühle. Ausgangspunkt für den Workshop sind die Skulpturen von Leo Kornbrust und Shelomo Selinger am Bostalsee. Es geht um Friedenszeichen und darum, die der anderen Teilnehmer herauszufinden und zu visualisieren – mit Siebdruck auf Stoffbahnen. Diese werden dann in einer Reihe entlang der Straße der Skulpturen aufgehängt, so dass sie der Witterung ausgesetzt sind und dabei selbst ein Zeichen setzen.
  • „Sculpture Sketching“ hat Armin Rohr seinen Workshop, der sich über drei Wochenenden erstreckt, überschrieben. Maximal zwölf Teilnehmer ab 16 Jahre treffen sich an den Wochenenden vom 5. und 6. Mai, 26. und 27. Mai sowie am 16. und 17. Juni auf der Baltersweiler Höhe und in der Stadt St. Wendel. Es geht um Zeichenstunden „vor Ort“. Die Teilnehmer sollen Skulpturen in ihrer Umgebung zeichnen und malen.
  • Für Kinder und Jugendliche ab zehn Jahren sind speziell zwei Workshops geplant. Um „Arbeit mit Speckstein“ geht es bei Claudia Vogel. Sie trifft sich mit ihrer Gruppe, bestehend aus maximal zwölf Teilnehmern, am 17. März und am 26. Mai im Museum St. Wendel. Zunächst aber schaut sie sich mit den Nachwuchskünstlern die Skulptur „Liebe“ von Shelomo Selinger auf dem Terrain der Lebenshilfe in St. Wendel an. Anschließend bearbeiten die Kinder und Jugendlichen im Museum ihre ausgewählten Specksteine mit Raspeln, Schleifpapier und Specksteinöl. Workshop Nummer zwei trägt den Titel „Skulpturen aus Draht, Papier und Kleister“. An drei Samstagen, 17. und 24. Februar sowie am 3. März, möchte Claudia Vogel mit der Gruppe Figuren aus Draht und Papiermaché bauen. Der Workshop startet mit einem Spaziergang durch den Stadtpark. Gewerkelt wird dann im Museum. Auch hier können zwölf Kinder mitmachen.

Anmeldung für alle Workshops im Museum St. Wendel, Tel. (0 68 51) 8 09 19 45, E-Mail: museum@sankt-wendel.de oder auf www.skulpturenstrasse-wnd.de

Mit Yoshimi Hashimotos Skulptur „Großer Fuß“ auf der Balterweiler Höhe beschäftigt sich unter anderem Isabelle Federkeil.
Mit Yoshimi Hashimotos Skulptur „Großer Fuß“ auf der Balterweiler Höhe beschäftigt sich unter anderem Isabelle Federkeil. FOTO: Michael Dorscheid
Martin Steinerts Werk „Wooden Cloud“ in St. Petersburg. In seinem Workshop möchte der Künstler mit den Teilnehmern eine Skulptur aus Dachlatten gestalten.
Martin Steinerts Werk „Wooden Cloud“ in St. Petersburg. In seinem Workshop möchte der Künstler mit den Teilnehmern eine Skulptur aus Dachlatten gestalten. FOTO: André Mailänder