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Schmuck
Lichterglanz in neuer Dimension

Hartmut Schäfer aus Bliesen vor seinem Kunstwerk. Die Lichter hat er am 1. Dezember um 18 Uhr eingeschaltet.
Hartmut Schäfer aus Bliesen vor seinem Kunstwerk. Die Lichter hat er am 1. Dezember um 18 Uhr eingeschaltet. FOTO: B&K / Bonenberger/
Bliesen. Die Inspirationen für seine Weihnachtsbeleuchtung am und ums Haus holt sich Hartmut Schäfer aus Bliesen jedes Jahr im Europa-Park in Rust. Von Jennifer Sick

Weihnachtlichen Lichterglanz findet man derzeit an vielen Häusern. An Zäunen blinken bunte Lämpchen, illuminierte Rentiere erhellen Vorgärten und in Fenstern erstrahlen Adventssterne. Ganz und gar ungewöhnlich aber ist das Haus von Hartmut und Monika Schäfer in Bliesen. Dort nämlich erreicht das Wort Lichterglanz eine ganz neue Dimension. Tausende Lämpchen erhellen das blaue Häuschen des Ehepaars.


Und damit noch nicht genug. Drei Weihnachtsbäume, der größte sieben Meter hoch, hat Hartmut Schäfer in seinem Garten aufgebaut und mit unterschiedlichen Kugeln geschmückt. Gestreifte Zuckerstangen zieren die Garage und Zwerge tummeln sich unter einem Fliegenpilz. Der Weihnachtsmann ist aus seinem Rentierschlitten gestiegen und hat noch einen Platz im Garten gefunden. Je länger man das weihnachtliche Kunstwerk betrachtet, desto mehr Details und Kleinigkeiten fallen einem auf: Zwerge, Schneeflocken, Sterne. Es fehlt an nichts. Alles erinnert stark an weihnachtlich geschmückte Häuser in den USA.

„Wir haben immer schon gerne dekoriert“, erzählt Monika Schäfer. „Mal mehr, mal weniger.“ „Und dieses Mal ist es halt etwas mehr geworden“, ergänzt ihr Mann, der der Baumeister des Ganzen ist.



Seine Inspirationen holt er sich immer wieder aufs Neue im Europapark in Rust. „Dort habe ich auch so einen schönen großen Weihnachtsbaum gesehen und dachte mir, das wäre doch was.“ Durch Zufall kam er dann auch recht kostengünstig an drei dieser künstlichen Bäume, die ansonsten unter anderem in Kaufhäusern als Deko zu finden sind.

Los ging die Dekorationsarbeit am eigenen Heim dann Mitte Oktober. „Da hab ich die ersten Sachen im Garten aufgestellt“, sagt Schäfer. Alles unter strenger Geheimhaltung, denn wie das Haus am Ende aussehen wird, verrät er nur seiner Frau.

„Wenn ich anfange, sind die Nachbarn immer schon ganz neugierig darauf, wie unser Haus diesmal aussieht“, erzählt der Kreative mit einem Grinsen. Doch sie müssen sich gedulden bis zur ersten Illumination. Die ist traditionsgemäß am Freitag vor dem ersten Advent. So auch in diesem Jahr.

Seither erfreuen sich Nachbarn und vor allem Kinder an der aufwendigen Dekoration, deren zahlreiche Lichter abends auch für gute vier Stunden brennen — dank LED mittlerweile sogar sehr kostengünstig. „Die Leute finden das immer sehr schön. Viele fragen, ob sie Fotos machen dürfen“, erzählt Monika Schäfer. Und das erlaubt das Paar gerne, denn Hartmut Schäfer dekoriert nicht nur, weil es sein Hobby ist. Er will vor allem den Kindern in der Umgebung auch eine Freude machen. „Wir hoffen, dass die Menschen sich daran erfreuen, aber auch achtsam damit umgehen und nichts kaputt machen“, sagt Monika Schäfer.

Bis in den Januar hinein lassen die Schäfers ihr Haus noch weihnachtlich geschmückt. Danach geht es an den Abbau und die vielen Lichter und Figuren werden wieder sorgsam eingelagert. Doch Hartmut Schäfer hat schon jetzt Ideen, wie sein Haus nächste Weihnachten aussehen soll. Verraten will er aber noch nichts.