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Leserbrief
Stadt kann nicht jedem gerecht werden

Zu „Gleiches Recht für alle“ Von red

Seit 30 Jahren ist die Brücke über den Todbach nicht behindertengerecht. Ich nutze mehrmals täglich diese Abkürzung, um in die Innenstadt zu gelangen, übrigens als aktiver Fußgänger. Bei der Baustellenphase hat man erst gemerkt, wie bequem diese Brücke ist. 30 Jahre hat die Überquerung gute Dienste getan. Generationen von Schülern, Angestellten etc. haben ihren Abdruck auf den Holzbohlen hinterlassen. Jetzt, wo Frau Riotte auf den Rollator angewiesen ist, soll sich das alles plötzlich ändern. Das ist ein Schlag in das Gesicht der wirklich Behinderten, all denjenigen mit Kinderwagen und vielen mehr.


Kann ich eine Brücke, aus welchen Gründen auch immer, nicht nutzen, kann ich auch einen kleinen Umweg machen. Die Stadt kann nicht jedem gerecht werden. Meinem Hund ist der Steg übrigens zu scharfkantig, darum bitte ich die Stadt jetzt um einen Teppich. Am besten in der Farbe Rot. Der Schlusssatz von Frau Riotte, die Brücke wieder abzureißen oder zu sperren, ist an Dreistigkeit nicht zu überbieten.

Maria Samstag, St. Wendel